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Grossbritannien

Großbritannien    

Ein Beitrag zur Landeskunde in Politischer Bildung    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Großbritannien   
Ein Beitrag zur Landeskunde in Politischer Bildung   
Vorbemerkungen   
1 Allgemeine Länderinformation   
2 Geschichte   
2.1 Römisches-Keltisches Britannien   
2.2 Angelsächsische Zeit   
2.3 Mittalalter   
2.4 Reformation   
2.5 Englische Revolutionen   
2.6 Aufstieg zur Hegemonialmacht   
2.7 Vom Empire zum Commonwealth   
2.8 Dekolonisation   
3 Politik   
Literaturverzeichnis   

Vorbemerkungen    

Großbritannien gilt als Mutterland des Parlamentarismus, ein weltumspannendes Empire im 19. Jahrhundert und letztlich als Siegermacht im Zweiten Weltkrieg und Weltmacht in der Nachkriegszeit.

Daneben gibt es den Glanz und Glamour der Monarchie, das Vorbild des Gentleman, den britischen Humor und einen Pragmatismus. Allerdings gibt es auch den Schatten des Brexits, den Austritt aus der Europäischen Union. Der Ärmelkanal trennt das Land von Kontinent, die Insel nahm immer schon eine Sonderrolle in Europa ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt es zu massiven Veränderungsprozessen.

  • Das Land verlor an Einfluss in der Weltpolitik, das Empire zerfiel.
  • Die Gesellschaft veränderte sich durch die Einwanderung aus den ehemaligen Kolonien.
  • Die soziale Ungleichheit nahm durch den Niedergang der Industrien zu.
  • Bedroht scheint der innere Zusammenhalt der Engländer, Schotten, Waliser und Nordiren.
Im Folgenden wird auf die Geschichte, Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft des Landes eingegangen. Zunächst ist eine allgemeine Länderinformation zum Verständnis des Landes von Interesse.


Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen sind:

  • Die Absolvierung der Universitätslehrgänge Politische Bildung und Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg bzw. Klagenfurt(2008 bzw. 2012),
  • Der Lehrauftrag im Fachbereich Geschichte/Lehramt Geschichte-Sozialkunde-Politische Bildung - Didaktik der Politischen Bildung(2016, 2018) und
  • Kursleitungen in der Allgemeinen Erwachsenenbildung an den VHSn Salzburg in Zell/See, Saalfelden und Stadt Salzburg sowie
  • Die Auseinandersetzung mit der Fachliteratur.
1 Allgemeine Länderinformation    

Für die Politische Bildung ist einleitend eine allgemeine Länderinformation über Großbritannien von Interesse, statistische Daten sind hilfreich(Quelle: Fischer Weltalmanach, Fankfurt/M., 2010).

Fläche

242.910 km2 (Weltrang 77)

Einwohner

61 001 000

Hauptstadt

London

Amtssprachen

Englisch

Bruttosozialprodukt(BSP pro Einwohner und Jahr)

45 442 US-$

Währung

1 Pfund Sterling - 100 Pence

Nationalfeiertag

2. Samstag im Juni(Queen's Birthday)

Verwaltungsgliederung

34 Grafschaften (Counties)

46 Unitary Authorities

6 Metropolitan Counties und Greater London in England

22 Unitary Autorizies in Wales,

26 Districts in Norirland

32 Unitary Authorities in Schottland

Staats- und Regierungsform

keine geschriebene Verfassung, Gesetze mit Verfassungscharakter

Parlamentarische Monarchie(im Commonwealth)

Parlament:

Unterhaus 646 Mitglieder(17 aus Nordirland), Wahlen spät. alles 5 Jahre

Oberhaus mit 732 Mitgliedern, 26 Bischöfe, 615 Lords auf Lebenszeit, inklusive Law Lords(Mitglieder des obersten Appelationsgerichts), 91 Erblords(Stand Mai 2008), Peers(Adelige) haben kein passives Wahlrecht

Wahlrecht ab 18 Jahren

Bevölkerung

Briten

80 Prozent Engländer, 10 Prozent Schotten, 4 Prozent Nordiren, 2 Prozent Waliser

Religionen

71, 8 Prozent Christen: Anglikaner(Anglikanische Kirche in England ist Staatskirche), sonstige Protestanten: Presbyterianer(Presbyterianische Kirche in Schottland ist Staatskirche), Methodisten, Freikirchen, Baptisten, Katholiken, 2,8 Prozent Muslime, 1 Prozent Hindus, 0,6 Prozent Sikhs, 05 Prozent Juden, 0,3 Buddhisten O3, Prozent Sonstige, 15.7 Prozent religionslos, 7,8 Prozent keine Angaben

Sprachen

Englisch

regional: Irisch-Gälisch und Scots in Nordirland, Schottisch-Gälisch(Highlands), Scotts(Lowland) in Schottland, Walisisch oder Welsh) in Wales

Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor

Landwirtschaft 1,5 Prozent, Industrie 17,7 Prozent, Dienstleistungen 80, 7 Prozent

Inflationsrate

3,6 Prozent

Wichtigste Importgüter

11 Prozent Erdöl, 10 Prozent Kfz und -Teile, 5 Prozent Telekommunikation, 5 Prozent Büromaschinen, 4 Prozent elektrische Maschinen, 4 Prozent Bekleidung

Exportgüter

13 Prozent Erdöl, 9 Prozent Kfz, 7 Prozent, Arzneimittel, 6 Prozent Bearbeitete Waren, 4 Prozent Maschinen, 4 Prozent elektrische Maschinen

2 Geschichte    

2.1 Römisches-Keltisches Britannien    

Im Fall britischer Geschichte beginnt die Geschichte mit einem "Volk"(vgl. STURM 2019, 22-25) .

  • Auf den Britischen Inseln beginnt die Geschichte in der Antike mit der keltischen Kultur.
  • Kultstätten wie Stonehenge sind neben Fürstengräbern Belege dafür.
  • Die kurzlebige Invasion durch Julius Cäsar(55-54 v.Chr.), in der Folge die Eroberung durch Claudius(ab 43 n. Chr.)schafften eine römische Provinz in den heutigen Gebieten von England, Wales und Schottland Hadrianswall(122) und Antoniuswall(142). Nördlich der Walle gibt es Hinweise auf die lateinische Sprache und Schrift, römische Münzen, römische Kulte, später besonders in Irland das Christentum.
  • Römischer Einfluss zeigt sich in der Gründung von Städten, Londinium(London) und Eboracom(York), auch Gründungen ländlicher Gutshöfe(villae).
  • In kleinen Siedlungen überlebten traditionelle Herrschaftsstrukturen, von denen Rebellionen gegen die römische Herrschaft ausgingen(vgl. im Süden britannische Königin Boudicca[6o/61]).
  • Im 4. und 5. Jahrhundert brach die römische Herrschaftsstruktur zusammen, es kam zu Verhältnissen jenseits der Provinzgrenzen mit lokalen Herrschaftsstrukturen, die man als Stammeshäuptlinge, Clanchefs oder Warlords bezeichnen kann. Ein Wandel fand in dieser Zeitstatt, der als Einwanderung von "Angelsachsen" gedeutet wird(vermutlich begründet mit verstärkten Kontakten im Nordseeraum). Die keltische Bevölkerung weicht nach Norden aus.
  • Bis in das 8. Jahrhundert erfolgte von Irland aus eine Christianisierung Englands und Schottlands mit einem Aufbau von Bistümern.
  • Ab dem 10. Jahrhundertglieder sich das Land in "Shires"(später counties), die bis heute bestehen bleiben.
  • In vielen county towns sieht man aus dieser Zeit auf die angelsächsische Zeit zurückgehend heute noch Burghügel.
2.2 Angelsächsische Zeit    

2.3 Mittalalter    

2.4 Reformation    

2.5 Englische Revolutionen    

2.6 Aufstieg zur Hegemonialmacht    

2.7 Vom Empire zum Commonwealth    

2.8 Dekolonisation    

3 Politik    

Literaturverzeichnis    

Angeführt sind jene Titel, die für den Beitrag verwendet und/oder direkt zitiert werden.


Jackson A.(2015): Das britische Empire, Stuttgart

Janson C.J.-Osterhammel J.(2013): Dekolonisation. Das Ende der Imperien, München

Kandel J.(2005): Der Nordirland-Konflikt. Von seinen historischen Wurzeln bis zur Gegenwart, Bonn

Musall B.- Schnurr E.-M.(Hrsg.)(2015): Englands Krone. Die Britische Monarchie im Wandel der Zeit, München

Schieren St.(2012): Großbritannien. Eine Einführung in das politische System, Schwalbach/Ts.

Sturm R.(1981): Nationalismus in Schottland und Wales, 1966-1980. Eine Analyse seiner Ursachen und Konsequenzen, Bochum

Sturm R.(2015): Das Schottland-Referendum. Hintergrundinformationen und Einordnung, Wiesbaden

Sturm R.(2017): Politik in Großbritannien, Wiesbaden

Sturm R.(2019): Länderbericht Großbritannien, Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Bd. 10436, Bonn

Zehner Kl.(2011): Von der Hauptstadt des Empire zur Alpha Global City. Die Stadtentwicklung Londons im Zeichen der Globalisierung und Stadtentwicklungspolitik, in: Matznetter W.-Musil R.(Hrsg.): Europa: Metropolen im Wandel, Wien, 39-51

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 14. Dezember 2019