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Bildung

Bildung    

Aspekte nachhaltiger Bildung in pluralen Gesellschaften im Kontext Politischer Bildung und Erwachsenenpädagogik    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Bildung   
Aspekte nachhaltiger Bildung in pluralen Gesellschaften im Kontext Politischer Bildung und Erwachsenenpädagogik   
1 Einleitung   
2 Merkmale des politischen Pluralismus   
3 Liberalität in der pluralen Gesellschaft   
4 Krisen des Pluralismus   
5 Friedenspädagogik in der Politischen Bildung   
6 Reflexion - Nachhaltige Bildung nach der Coronarkrise   
Literaturverzeichnis   
IT-Autorenbeiträge   
Zum Autor   

1 Einleitung    

Die Perspektive einer Bildung als Lebensbegleitung und Innovation betrifft den Einzelnen in seiner Biographie und die Gesellschaft in ihrer Gestaltungsfähigkeit und Veränderung (vgl. NIPKOW 1998, 11).


Ausgehend von dieser These bedarf es einleitend zunächst einer Unterscheidung von Pluralismus und Pluralität sowie in der Folge einer Darstellung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

  • Pluralität meint eine Vielfalt von Phänomenen,
  • Pluralismus bestimmte Fassungen wie politischer-, Werte-, weltanschaulicher- und kulturell-religiöser Pluralismus als Vielfalt einer Zeiterscheinung.
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung(BNE) bedeutet ein Lern- und Handlungsfeld, zu dem sich die UN-Mitgliedsstaaten 1992 in der Rio-Konferenz in ihren Bildungssystemen bekannten. 2005 bis 2014 wurde die Weltdekade der BNE ausgerufen(vgl. MEISCH 2014).
    • Der Wandel zu einer nachhaltigen Welt erfordert ein Umdenken auf unterschiedlichen Ebenen.
    • Benötigt werden globale politische Vereinbarungen über eine gerechtere Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen und eine Ermöglichung von Lebenschancen.
    • Veränderungen beginnen schon im Kleinen im Alltag des Einzelnen. Bildungsorte können mit einem Umdenken beginnen.
    • Themen sind vielfältig, etwa Armut-Migration-Ökologie-Ökonomie-Klimaschutz-Energiewende-Gerechtigkeit-Frieden.
    • Formate einer Lehre können Service-Veranstaltungen, virtuelle Lehrwerkstätten und Dokumentationen von Fallbespielen und Projekten sein.
    • Als Lernformen bieten sich discovery learning, colloborative learning, problem-based learning, disciplinary learning, interdisciplinary learning, stakeholder social learning und systems thinking-based learning an.
Der Beitrag beschäftigt sich mit

  • dem Element von Bildung in einer pluralen Gesellschaft im Sinne einer BNE und
  • versteht sich auch als Teilbeitrag zur Politischen Bildung und Erwachsenenpädagogik.
  • Behandelt werden Merkmale des politischen Pluralismus, die Liberalität in der pluralen Gesellschaft, Krisen und als Teilgebiet der Politischen Bildung die Friedenspädagogik sowie eine Reflexion nachhaltiger Bildung nach der Coronarkrise.
  • Auf die ergänzenden IT-Autorenbeiträge wird aufmerksam gemacht.
Ausgangspunkt des Beitrages ist

  • das Studium der Erziehungswissenschaft(1985)/ Universität Innsbruck und die Absolvierung der beiden Universitätslehrgänge Politische Bildung(2008) und Interkulturelle Kompetenz(2012)/ Universität Salzburg,
  • das Fernstudium Erwachsenenbildung(2018)/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium, Comenius-Institut Münster,
  • die Absolvierung der Weiterbildungsakademie Österreich/Wien(2010),
  • der Lehrauftrag Didaktik der Politischen Bildung(2016, 2018)/ Universität Salzburg und
  • die Auseinandersetzung mit der Fachliteratur.
2 Merkmale des politischen Pluralismus    

Es ist sinnvoll, den Kontext zur Politischen Bildung mit ihrer Bezugswissenschaft Politikwissenschaft zum Pluralismusbegriff mit Hans KREMENDAHL(1977) in Erinnerung zu rufen(vgl. NIPKOW 1998, 39-44). Schon vor Jahrzehnten ist seine Position heute noch aktuell, wenn er zu Totalentwürfen und einer Idealgesellschaft Stellung nimmt und eine Prüfung auf Realisierbarkeit, Kosten und Nutzen verlangt(vgl. KREMENDAHL 1977, 431).

Aktuell sind ebenso die Intentionen der Politischen Bildung von HUFER(2016, 83-95) für die Erwachsenenbildung.

Das Pluralismusbild von Österreich ist heute ein anderes, hat andere Problembereiche. Dies zeigt sich im Bildungsbereich an der Forderung von ethischer Erziehung ("Werteerziehung"), an der Zurückhaltung einer Umsetzung im Bereich Politischer Bildung in den einzelnen Bildungsbereichen. Zu würdigen sind die Impulse einer Politischen Bildung in den Volkshochschulen, der Autor ist mit Themenbereichen in der Volkshochschule Salzburg vertreten.

Von Interesse sind die vier Kerntheoreme mit ihren Folgerungen für eine politische Bildungsbegrifflichkeit(vgl. KREMENDAHL 1977, 444-463).

  • Legitime Vielfalt - sinnvoll sind verschiedene Antworten ohne ein politisches Monopol(446), Pluralismus als Merkmal einer freiheitlichen Demokratie, nicht wertfrei, verfassungsrechtlich und international heute abgesichert, mit grundlegenden Gemeinsamkeiten entfaltet und inhaltlich mit gemeinsamen Überzeugungen auszustatten von der Gesellschaft mit ihren legitimierten politischen Akteuren.
  • Regulative Idee des Gemeinwohls - als Begriff zu verstehen als Selbstbeschränkung mit Grenzen, wo man auf Kosten des Zusammenhalts der Gesamtgesellschaft stößt, also der Notwendigkeit die Gesellschaft funktionsfähig zu erhalten, zu ordnen und Entscheidungen zu ermöglichen; die Verantwortung des Staates wird erweitert mit Eingriffen als Sozial- und Kulturstaat in die Sozialvorsorge, Gesundheit, Bildung und Wirtschaft zur Sicherstellung von Grundbedürfnissen. Der Staat verfolgt damit das Prinzip der Chancengleichheit, ethisch im bedeutenden Prinzip der Gerechtigkeit.
  • Konsens und Konflikt - der Druck der Probleme zeigt sich beispielhaft in den ökologischen(Umwelt), sozialen(Arbeitslosigkeit), interkulturellen(Ausländerfeindlichkeit) und ökonomischen(Grundversorgung) Bereichen; zentral geht es um die Anerkennung des Rechtsstaates und den humanen Umgang mit Streit und Konflikt im demokratischen Diskurs, für den Bildungsbereich als erwachsenenpädagogischen Auftrag Demokratieerziehung und Ethik zu unterstützen.
  • Konkurrenztheorie der Demokratie - es bedarf einer Vielfalt konkurrierender Lebensauffassungen und politischer Optionen mit der Begründung eines "allgemeinen Willens", politische Akteure berufen sich auf den Mehrheitswillen der Bevölkerung; negativ und ruinös ist für den politischen Pluralismus, wenn der Staat als Spielball privater und gruppenbezogener Interessen erscheint und möglicherweise durch self fulfilling prophecy zur Misere beiträgt, die man überwinden will und Pluralismus einchränkt(vgl. NIPKOW 1998, 43-44).
3 Liberalität in der pluralen Gesellschaft    

Mit dem Ende der Monarchie 1918 in Österreich kam es zur staatsrechtlichen (Gründung der Ersten Republik 1918-1938) und verfassungsrechtlichen Diskussion(Bundesverfassung 1920 und Novelle 1929) und zur Bezeichnung staatlicher Erscheinungsformen und rechtssetzender Ordnungsfunktionen mit einer Gewaltenteilung Gesetzgebung - Verwaltung - Gerichtsbarkeit.

Mit den Erscheinungsformen einer Untergrabung rechtssetzender Ordnungsfunktionen (Auflösung des Parlaments, Brand des Justizpalastes, Bewaffnung von Parteigarden) wurde dem "Anschluss 1938" und einer Übernahme des Nationalsozialismus Vorschub geleistet.

Die Pluralismustheorie nach 1945 mit der Absage eines Totalitarismus, dem

  • Wiederaufbau staatlicher Strukturen, des Parlamentarismus, der Wirtschaft, dem Bildungswesen, Verkehrswesen, Sozialsystem und der Wiedererlangung staatlicher Unabhängigkeit 1955 mit dem Staatsvertrag, Neutralitätserklärung und dem Beitritt zur UNO und dem Europarat,
  • zur Bewährungsprobe des politischen Pluralismus in den sechziger Jahren kam es zur Ablösung der Großen Koalition mit einer Alleinregierung,
  • großräumiger Pluralismuskritik mit Reformbestrebungenm in den siebziger Jahren und
  • in der Folge den Vorwürfen einer Normenschwäche, erkennbarer Verluste des Gemeinsinns und Erscheinungen einer Ohnmacht des Staates in den achtziger und neunziger Jahren.

Für die pädagogischen Aufgaben ergab sich in der "realistischen Wende" um 1970 nicht nur ein Paradigmenwechsel, vielmehr eine Herausforderung in der Erweiterung der Aufgabenfelder, beispielhaft für das Vorwissen in der Erwachsenenbildung die Lehrplanreformen - Schulorganisation - Universitätsorganisation und Reform und Etablierung der Erwachsenenbildung im tertiären und hauptsächlich quartären Bildungsbereich(vgl. WAHL 2020).


Eine offenere Gesellschaft durch zunehmende Wanderungswellen, notwendige Integrationsbemühungen und permanente Internationalisierung bzw. Globalisierung weist auf Schwächen des Pluralismus und gesamtgesellschaftlicher Normen hin. Es bedarf einer Wiedergewinnung politischer und pädagogischer Autorität.

  • Die vermissten Normen weisen auf Defizite kollektiver Werte hin. Es geht um eine Ausbeutung des Sozialstaates, Phänomene einer Entsolidarisierung, des Egozentrismus und die Frage des Gemeinsinns.
  • Gemeinsinn meint ein persönliches und zivilgesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein mit Mitverantwortung.
  • Gemeinschaftsbildung bedarf einer Legitimation, Repräsentation, Institutionalisierung, Konfliktregulierung und Konsensbildung. Benötigt wird eine kollektive Identität mit einem zeitgemäßen Weltbild. Die angesprochene Krise kann nur durch externe Kräfte angegangen werden.
  • Sicherheit kommt durch die verfassungsgemäßen Grundrechte und Grundwerte. Eine Schwäche des Staates ist auch eine Schwäche des Pluralismus. So ist auch die Sehnsucht nach einem starken Staat zu verstehen. Partikulare Interessen werden zunächst als Verwirrung angesehen.
Die pädagogische Aufgabe stellt sich im Bildungssystem demnach in der Erwachsenenpädagogik. Es versteht sich,

  • dass es der Optimierung der Fachdidaktik und einer professionelle Ausbildung mit Angeboten der Fort- und Weiterbildung bedarf(vgl. DICHATSCHEK 2018).
  • Bildungspluralismus hat die Grundlage in der Funktion eines politischen Pluralismus.
4 Krisen des Pluralismus    

Wenn der demokratische Verfassungsstaat gering geschätzt wird, soll ein Staat für seine Stärke notwendige Sehnsüchte, Gefühle eines Engagements und Leidenschaften stabilisieren können (vgl. WEIDENFELD-RUMBERG 1997, 5-11).

Nur an historischen Höhepunkten lehrt die Geschichte ein vorbildliches Bekenntnis zu einem demokratischen Gemeinwesen, man denke beispielhaft an die Gründung der USA 1776 und den Zusammenbrauch des Staatssozialismus 1990 mit der deutsch-deutschen Einigung als Beginn historischer Entwicklungen.

Nach Walter ZIMMERLI(1992, 109) wird Denkmustern nachgegangen, die sich hinter verlorenen Feindbildern verbergen.

  • Es könnte sein, dass die Vorzüge der Marktwirtschaft über die Planwirtschaft und des Pluralismus über den Monismus letztlich nur ein Pyrrhussieg sind.
  • Die Definition des Eigenen durch die Abgrenzung von Anderen auf allen Ebenen - auch ökonomisch, ethisch, pädagogisch, interkulturell und interreligiös - kann den Pluralismus als Problem ausweisen. Die Brisanz der eigenen Identität und Andersheit kann zum Feindesverlust und die Sorge um globale Gleichgewichtstörungen führen (vgl. NIPKOW 1998, 35; in der Interkulturalität den "Other" als Gegenpol der eigenen Identität bzw. gesellschaftliche Konkurrenz).
  • Jenseits den Freund-Feind-Denkens stehen wir vor der Aufgabe in Politik und Bildung in einem sich bildenden Europa positive Bestimmungen zu geben, die in einem Pluralismus die eigene Identität nicht mehr zu bestimmen erlaubt, dass wir nicht der Andere bzw. die Anderen sind. Damit wäre es nicht mehr nötig, den Pluralismus durch abgrenzende Stärke zu schwächen.
5 Friedenspädagogik in der Politischen Bildung    

Rechtsfriede und soziale Gerechtigkeit sind nicht identisch, soziale Ungerechtigkeit ist nicht durch Rechtsstaatlichkeit abgeschafft. Menschenrechte werden nicht durch Bürgerrechte gewahrt, man denke nur an den Ausschluss von Migranten(vgl. NIPKOW 1998, 247-248).

Zwei historische Problemfelder verdeutlichen die Begründung eines neuen Ansatzes in den siebziger Jahren in Erziehung und Unterricht zur Friedensfähigkeit.

  • In den USA verbürgt die "Constitution" in den "Bill of Rights" auch den Schwarzen unveräußerbare Rechten als Menschen von Gott geschaffen. Real blieben ihnen aber konkrete Rechte versagt.
  • In der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King kam es erst 1964 im "Civil Rights Act" zur Beendigung der Rassendiskriminierung. Es bedurfte einer gewaltfreien Widerstands- und Protestbewegung. In den Südstaaten mussten die Behörden erst gezwungen werden.
Im deutschsprachigen Raum(D, A) entstand in den siebziger Jahren die "kritische Friedensforschung" mit einer kritischen Friedenserziehung. Dieter SENGHAAS(1971) und Christoph WULF(1973) dokumentierten Themen und Handlungsmöglichkeiten. Ein erweiterter Gewaltbegriff folgte von Johan GALTUNG(1975, 12) mit der sog. "strukturellen oder indirekten Gewalt". Damit sollte die Gewaltstruktur in allen Gesellschaftssystemen analysiert werden(vgl. den IT-Autorenbeitrag http://www.netzwerkgegengewalt.org > Index: Gewalt und Religion).

Die Erziehung zur Friedensfähigkeit hatte den gesellschaftlichen Rahmen der Friedlosigkeit zu berücksichtigen (vgl. den Paradigmenwechsel von der Pädagogik zur Erziehungswissenschaft und in der Folge zur Pädagogischen Soziologie). Es drohte drohte eine gesellschaftskritische Analyse an den Lernenden vorbeizugehen. In Österreich wurde mit der Etablierung der Friedensforschung an der Universität Klagenfurt ein Schritt zur universitären Lehre und Forschung gesetzt(vgl. den IT-Autorenbeitrag Friedenslernen).

Friedenserziehung darf nicht nur kognitiv und affektiv verstanden werden, es bedarf bei den Adressaten einer Entwicklung von Handlungsdispositionen (vgl. WULF 1974, 219). Damit waren etwa Projekte gemeint und möglich.

Der Fachdidaktik war es bewusst, dass Unterricht bzw. Lehre nicht mit Politik identisch ist. Es bedurfte einer Vielfalt von Denkstrukturen.

Friedenspädagogische Strömungen sprengten die Möglichkeiten von Pädagogik, man denke an die "neuen sozialen Bewegungen" wie die Kernkraftbewegung, Umweltbewegung und feministische Bewegung. Die Friedensbewegung suchte gezielt die Erwachsenen.

  • Es gab Widerstände, insbesondere die politische Apathie(vgl. WULF 1974, 219).
  • Die Erwachsenen waren hauptsächlich durch die Studentenbewegungen repräsentiert.
Mitte der siebziger Jahre beginnt mit KOHLBERG (1974) zur Entwicklung des moralischen Urteils eine Korrektur. Insgesamt wird in der Folge auch die Thematik "politische Sozialisation" ein Bezug zur Bildung und ethischen Erziehung. Damit bekommen die Wahrnehmungs- und Urteilsstrukturen ihre Bedeutung. Erwachsene und Erziehungs- und Bildungsziele sind als Teilnehmende zu behandeln. Lernschritte und Bildungsprozesse bestimmen den unterrichtlichen Diskurs. Von Interesse für die Erwachsenenpädagogik ist jene Generation, die kaum oder gar nicht in der Schule politisches Lernen erlebt.

Mit der unterschiedlichen Handhabung eines "politischen Lernens" und einer fehlenden Lehrerbildung als eigene Fachdisziplin "Politische Bildung" fehlte auch der Friedenspädagogik die Basis.

In Österreich etablierten sich langsam Themenbereiche in der Erwachsenenpädagogik als "Politische Erwachsenenbildung". Universitär werden in der Folge Universitätslehrgänge angeboten(ohne die Thematik "Didaktik").

6 Reflexion - Nachhaltige Bildung nach der Coronarkrise    

Für die Zeit nach der Coronarkrise (Stand 2020) ergibt sich auf Grund der Analyse bestehender gesellschaftlicher Ungleichheiten der verstärkte Umgang mit der Vielfalt und den Folgerungen einer notwendigen Inklusion als Prozess, gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu fördern, zu unterstützen und alle Formen von Diskriminierung zu verhindern(vgl. HEIMLICH-KIEL 2019).

Ziel kann nur

  • der Abbau von Exklusion im sozioökonomischen Bereich, schichtenspezifischen Benachteiligungen, Ausgrenzungen und
  • eine Erweiterung von Bildungsmöglichkeiten sein.
Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik.

  • Es zeigt sich ein starker Anwendungsbereich in den Auswirkungen und der Unterrichtswirklichkeit.
  • Die Themen sind Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, Interkulturalität, Vielfalt, Individualisierung und Digitalisierung.
Den Kern einer Inklusionspädagogik bilden Lernende in ihrer Persönlichkeit, Lerngeschichte, alterspezifischen Entwicklungen, Geschlechtsrollen, Aufwachsensbedingungen und Sozialisation mit Umgangsformen, Zukunfts- und Wertvorstellungen sowie Kultur verstärkt zu beachten. In der EU gibt es Beispiele dafür.


Österreich befindet sich im Anfangsstadium, die Chance bietet sich aktuell in Aktivtäten wie in einer Bildungsentwicklung, Demokratiebildung, rechtebasierten Bildung, gewaltfreien Kommunikation, ethischer Bildung, kooperativen und erfahrungsgestützten Lernformen.

Wesentlich sind die Prinzipien "Leistungs- und Sozialprinzip" mit dem Abbau institutioneller Diskriminierung, Unterstützung von Lernen und Teilhabe an Lernplanung, der Sozialraum, das Gemeinwesen und eine Unterstützung von Vielfalt durch die Bildungsgemeinschaft in der Erwachsenenpädagogik.

Literaturverzeichnis    

Angeführt sind jene Titel, die für den Beitrag verwendet und/oder direkt zitiert werden.


Dichatschek G.(2017a): Didaktik der Politischen Bildung. Theorie, Praxis und Handlungsfelder der Fachdidaktik der Politischen Bildung, Saarbrücken

Dichatschek G.(2017b): Interkulturalität. Theorie, Bildung und Handlungsfelder im Kontext Interkultureller Öffnung und Politischer Bildung, Saarbrücken

Dichatschek G.(2018): Lernkulturen der Erwachsenen- bzw. Weiterbildung. Theorie, Praxis und handlungsspezifische Herausforderungen im Kontext mit Politischer Bildung, Saarbrücken

Dichatschek G.(2019): Lehre an der Hochschule. Dimensionen der Lehre, Lehrer(innen)bildung, Fort- bzw. Weiterbildung Lehrender und Hochschuldidaktik, Saarbrücken

Galtung J.(1975): Strukturelle Gewalt. Beiträge zur Friedens-und Konfliktforschung, Reinbek

Heimlich U.-Kiel E.(Hrsg.)(2019): Studienbuch Inklusion, Bad Heilbrunn

Hufer Kl.-P.(2016): Politische Erwachsenenbildung. Plädoyer für eine vernachlässigte Disziplin, Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Bd. 1787, Bonn

Kremendahl H.(1977): Pluralismustheorie in Deutschland. Entstehung. Kritik. Perspektiven, Leverkusen

Meisch S.(2014): Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Tübinger Beiträge zur Hochschuldidaktik, Bd. 10/1, Tübingen

Nipkow K.E.(1998): Bildung in einer pluralen Welt, Gütersloh

Oberreuter H.(Hrsg.)(1980): Pluralismus. Grundlagen und Diskussion, Opladen

Senghaas D.(Hrsg.)(1971): Kritische Friedensforschung, Frankfurt/M.

Wahl D.(2020): Wirkungsvoll unterrichten in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung. Von der Organisation der Vorkenntnisse bis zur Anbahnung professionellen Handelns, Bad Hellbrunn

Weidenfeld W.-Rumberg D.(Hrsg.)(1997): Orientierungsverlust - Zur Bindungskrise der modernen Gesellschaft, Gütersloh

Wulf Chr.(Hrsg.)(1973/1982): Kritische Friedenserziehung, Frankfurt/M.

Zimmerli W. Ch.(1992): Ohne Feindbild? Zur Kritik der polit-ökonomischen Vernunft in einer technologischen Zivilisation, in: Röttgers K.(Hrsg.): Politik und Kultur nach der Aufklärung, Basel, 108-131

IT-Autorenbeiträge    

Die Autorenbeiträge dienen der Ergänzung der Thematik .


http://www.netzwerkgegengewalt.org >Index:

Erwachsenenbildung

Fernstudium

- - -

Erziehungswissenschaft

Politische Bildung

Interkulturelle Kompetenz

Inklusive Pädagogik

Friedenslernen

Gewalt und Religion

- - -

Ethik

Religion

Zum Autor    

Lehramt für die APS, zertifizierter Schüler- und Schulentwicklungsberater; Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/Doktorat, der Universitätslehrgänge Politische Bildung/ MSc und Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg, des Internen Lehrganges Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg, der Weiterbildungsakademie Österreich/Wien, des Comenius-Instituts Münster/Fernstudium Erwachsenenbildung; Lehrbeauftragter, Erwachsenenbildner


MAIL dichatschek (AT) kitz.net

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 31. Mai 2020