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Beratungskompetenz
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= Aspekte Bildungsberatung im Kontext Politischer Bildung =
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= Aspekte einer Bildungsberatung im Kontext Politischer Bildung =
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Reihe Berufsbildung 3 |  |
Aspekte einer Bildungsberatung im Kontext Politischer Bildung |  |
Günther Dichatschek
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Vorbemerkung |  |
Als Akteur im Bereich des tertiären und quartären Bildungsbereichs, zusammenfassend in der Folge "Erwachsenenpädagogik" genannt, weiß man um den Unterschied einen "Rat suchen" und einen "Rat geben".
Es sollten daher pädagogische Zusammenhänge in Beratungssituationen entstehen, denen das Prinzip "Verstehen statt Belehren" zugrunde liegt.
Beratung umfasst zahlreiche und unterschiedliche Situationen und Problembereiche, in jedem Fall bedarf es der Zusammenarbeit mit anderen Situationen, um in einem qualifizierten Beratungssetting die notwendige "Hilfe zur Selbsthilfe" anzubieten (vgl. SCHNEBEL 2017, 7-8).
Es besteht als Grundsatz, den interpersonellen Bezug so zu gestalten, das persönliche Problem des Einzelnen am Ort des Entstehens zu bearbeiten.
- Damit wird eine Abtretung der Bildungsverantwortung verhindert.
- Es würde ansonsten eine Trennung von Problementstehung und Problembewältigung entstehen.
- Die Abgabe von Beratungsaufgaben hätte auch eine Einengung der Berufsrolle des Lehrenden von Lehren - Beraten - Handlungsorientierung zu Folge.
Pädagogisches Handeln ist ohne Beratung und Hilfe zur selbst zu suchenden Handlungsorientierung nicht vorstellbar.
Ausgehend von der Beratungsaufgabe des Lehrenden zeigt sich in der einschlägigen Literatur, als Zielgruppe im tertiären Bildungsbereich bei den Lehramtsstudierenden und im quartären Bereich bei künftigen Erwachsenenbildnern, eher eine nicht angemessene Publikationslage.
Für den Autor besteht daher eine Herausforderung, einen Beitrag in Form einer Studie zu leisten.
Ein Grundwissen ("basics") mit beratungstheoretischen und praxisorientierten Bezügen, ausgehend von persönlichen Grundlagen, soll erarbeitet werden.
Ausgangspunkt der Überlegungen des Autors sind die
- Absolvierung des Studiums der Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Doktorat (1985),
- Absolvierung der Ausbildung zum Schülerberater/ PI des Landes Tirol/ Zertifizierung (1985),
- Absolvierung der Ausbildung zum Schulentwicklungsberater / BMUK / Zertifizierung (1999),
- Absolvierung des Internen Lehrganges Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg/ Zertifizierung (2016),
- Absolvierung der Weiterbildungsakademie Österreich/ Diplome (2010) und des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium im Comenius - Institut Münster/ Zertifizierung (2018),
- Lehraufträge an der Universität Wien / Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaft/ Berufspädagogik - Vorberufliche Bildung (1990 - 2011) und
- Universität Salzburg/ Fachbereich Geschichte/ Lehramt Geschichte - Sozialkunde - Politische Bildung/ Didaktik der Politischen Bildung (2016, 2018),
- Kursleiteraktivitäten an der VHS Salzburg (2012 - 2019) und am Evangelischen Bildungswerk in Tirol in Verbindung mit stv. Leitung (2004 - 2009, 2017 - 2019) sowie
Auseinandersetzung mit der Fachliteratur (besonders DIETRICH 1983, de HAAN 1993, BAMBERGER 2001/2007, PALMOWSKI 2001/2014, THOMANN 2003, ZIMMERMANN 2003, NESTMANN - ENGEL - SICKENDIEK 2007, SANDER - ZIEBERTZ 2010, GRÖNING 2011, SEUFERT 2013, NUSSBECK 2014, GREWE 2015, BUHREN - ROLFF 2016, SCHNEBEL 2017).
Die Studie gliedert sich in
- Vorbemerkungen,
- Teil 1 Professionelle Beratung: eine Einleitung, die Begrifflichkeit Beratung, Ziele und Funktionen, Struktur von Beratungsprozessen, Beratung in der Erwachsenenpädagogik, pädagogische Grundlagen, Felder und Aufgaben, Pädagogische Diagnostik, Migrantenberatung,
- Teil 2 Aspekte Politischer Bildung im Wandel einer Gesellschaft: Aspekten Politischer Bildung im Wandel einer Gesellschaft, Gesellschaft und Interkulturalität, Politische Bildung in der Erwachsenenpädagogik und
- eine Reflexion.
Ein Literaturverzeichnis beschließt den Beitrag.
Teil 1 Professionelle Beratung |  |
1 Einleitung |  |
Erwachsenenpädagogen als Lehrende im tertiären Bildungsbereich und im quartären Bildungsbereich als Kursleiter, Trainer und Gruppenleitende, sprechen mit Studierenden und Lernenden und Teilnehmenden, klären Inhalte und Situationen.
Verstärkt wird dies mit Teamarbeit und Projektprozessen, wobei Beratungselemente enthalten sind, die eine Veränderung der Lernkultur ergeben.
Schon der Strukturplan für das Bildungswesen 1970 des Deutschen Bildungsrates als Basis der "realistischen Wende" in der Erziehungswissenschaft stellte fest, dass Beraten eine Grundfunktion von Lehrenden darstellt. Diese Feststellung beinhaltet mehrere Gründe. Zu beachten sind eine Zunahme von Beratungsanlässen.
- Moderne Gesellschaften werden immer komplexer und damit ergeben sich Veränderungen wie Individualisierung, Multikulturalität und Internationalisierung.
- Menschen benötigen mehr Orientierung, haben mehr Wahlmöglichkeiten, übernehmen mehr Verantwortung und persönliches Risiko in ihren Entscheidungen.
- Langfristige Lebensentwürfe, Bildungswege und Berufswege benötigen Beratung.
Ein anderes Verständnis von Lernen und innovativen Lehr- und Lernkulturen in einem zeitgemäßen Bildungsmanagement ergeben ergänzend selbstgesteuertes Lernen, offene Unterrichtsformen wie Lernwerkstätten, Stationenlernen und Projektformen.
Die Rolle von Lehrenden wird auch mit Berater, Moderator und Begleiter umschrieben (vgl. SEUFERT 2013, 112-130).
1.1 Beratungsbedarf |  |
Beratungsbedarf ergibt sich aus neuen Bildungsplänen, Kompetenzen und Bildungsstandards.
Pädagogische Schwerpunkte, Eigenständigkeit und zunehmende Notwendigkeit von Reflexion benötigen veränderte Kommunikationsmuster wie Begleitung, Beratung und Feedback (vgl. PALMOWSKI 2014, 20).
Für eine Erwachsenenpädagogik benötigt es Kenntnisse von Zusammenhängen von Beraten, Bildung und Lernen. Pädagogische und didaktische Bezüge sowie der Kontext von Bildungsinstitution, Familie und Gesellschaft ergeben systemische Zusammenhänge und soll in die Tätigkeit einbezogen werden.
1.2 Fallbeispiele |  |
Das folgenden zwei Fallbeispiele zeigen Aspekte von alltäglichen Beratungssituationen auf.
Fallbeispiel 1 Tertiärer Bildungsbereich
Ein Lehramtsstudierender hat sich nach einem ERASMUS - Semester verändert und ist mit der aktuellen Studiensituation unzufrieden.
Die Studienleitung steht für ein Gespräch zur Verfügung, ein Fachdidaktiker versucht zu überzeugen und geht mit dem Studierenden seine bisherigen Studienergebnisse durch und erarbeitet die Unterschiede zwischen den beiden Universitäten und Lehramtsstudiengängen.
Man einigt sich auf eine Anerkennung der Studienerfolge im Ausland und erstellt einen Plan für die künftig notwendigen Lehrveranstaltungen und Praktika.
Fallbeispiel 2 Quartärer Bildungsbereich
Die Leitung einer Erwachsenenbildungsinstitution will ein erwachsenenpädagogisches Profil/ Leitbild formulieren. Die Leitung bittet um Mitarbeit, nur zwei Kursleiter mit der Leitung erarbeiten an zwei Nachmittagen ein Arbeitspapier.
Weitere Zielideen werden zur Diskussion gestellt und zur Weiterarbeit entwickelt. Die Leitung möchte Ideen sammeln, wie man weiter arbeiten kann.
Eine breite Zustimmung der übrigen Kursleiter ist vorhanden. Eine weitere Mitarbeit wird nicht angedacht. Damit ist die Diskussion über die Umsetzung von Leitlinien beendet.
Die zwei Beispiele zeigen alltägliche Situationen, die einen Beratungsprozess notwendig machen.
- Vordergründig kommt es zu einer Lösung, aber auch einem Eindruck, es hätte besser laufen können.
- Es zeigt sich, dass die Beratenden immer Teil des Systems sind, dies aber nicht wirklich realisieren.
- Vielmehr kommt es nicht ausreichend zur einer Distanz der eigenen Perspektive.
Es mangelt den Beratern an Modellen der Beratung und Gesprächsführungsmethoden.
2 Begrifflichkeit Beratung |  |
Im Alltag kommen Situationen, wie jemand einen Rat geben kann oder sich gegenseitig beraten lässt, immer wieder vor.
Daraus ergeben sich Meinungen über Beratung.
Für eine professionelle Beratung benötigt man eine Definition zum Beratungsbegriff, die zentrale Merkmale bestimmt. Damit erleichtert man das Verständnis des Aufgabenbereichs von Beratung.
2.1 Pädagogische Arbeitsfelder |  |
Beratung in pädagogischen Arbeitsfeldern, dazu gehört die Erwachsenenpädagogik im tertiären (Universitäten, Fachhochschulen) und quartären Bildungsbereich (Allgemeine und Berufliche Erwachsenenbildung).
In der einschlägigen Literatur zur Beratung gibt es viele Definitionen, einige werden im Folgenden angesprochen (vgl. SCHNEBEL 2017, 14-17).
- Georg DIETRICH (1983) mit psychologischem Schwerpunkt. Beratung ist eine Form einer interventiven und präventiven helfenden Beziehung mittels sprachlicher Kommunikation auf der Grundlage anregender und stützender Methoden innerhalb eines kurzen Zeitraums, bei einem desorientierten Klienten eine kognitiv - emotionale Einsicht in einem aktiven Lernprozess in Gang zu setzen, in dessen Verlauf eine Selbsthilfebereitschaft, sich seine Selbststeuerungsfähigkeit und Handlungskompetenz zu verbessern (vgl. DIETRICH 1983, 2).
- Gerhard de HAAN (1993) mit pädagogischem Schwerpunkt. Beratung bezeichnet eine Interaktion zwischen Individuen, in der einer ratsuchenden Person ein Vorschlag zur Lösung ihres Problems angeboten wird, eine Hilfestellung angeboten wird und der Beratende Fähigkeiten oder Informationen vermittelt, die eine Handlungs- und Entscheidungskompetenz des Ratsuchenden erhöhen (vgl.de HAAN 1993, 160).
- Geri THOMANN (2003) mit organisationsberatendem - pädagogischem Schwerpunkt. Beratung wird als definierte, situationsbezogene und spezifische Hilfestellung bei Analyse und Lösung von Problemen bezeichnet (vgl. THOMANN 2003, 4).
2.2 Merkmale |  |
Susanne NUSSBECK (2014, 21) fasst die folgenden Punkte zusammen.
- Beratung ist ein zwischenmenschlicher Prozess in sprachlicher Kommunikation, Vermittlung von Informationen, zur Verbesserung der Selbststeuerung und Aufbau von Handlungskompetenzen, der Orientierung und Entscheidungshilfe und Hilfe bei der Bewältigung von Krisen, Veränderungswilligkeit, Freiwilligkeit und aktiver Beteiligung am Prozess.
- Der Beratende braucht Fachwissen über das Problemfeld und Beratungswissen zur Beziehungsgestaltung.
- Gemeinsame Merkmale von Beratung ist allen Definitionen der Umgang mit Problemen und schwierigen Situationen, Beratung als Interaktion und Prozess.
- Ziel ist die Verbesserung der Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten einer Person, eigenständig und aktiv Probleme zu lösen.
Unterschiede gibt es in der Beratungskompetenz der Beratenden.
Professionelle Beratung zeichnet sich durch ein ausgewiesenes Setting aus, kennzeichnend ist eine inhaltliche Beratungsprozessgestaltung mit einer Entwicklung und Umsetzung von Lösungsmöglichkeiten.
Zentrale Prinzipien ergeben sich nach Norbert GREWE (2015, 23-25) und Katharina GRÖNING (2011) in der Freiwilligkeit, Unparteilichkeit, Vertraulichkeit, Verantwortungsstruktur und fachlichen und beraterischen Kompetenz.
3 Ziele und Funktionen |  |
In fast allen Beiträgen wird "Hilfe zur Selbsthilfe" als Ziel formuliert. Die Ratsuchenden sollen in die Lage versetzt werden, ihre Probleme selbst zu lösen oder Entwicklungsaufgaben zu meistern und die notwendigen Ressourcen erschließen (vgl. SCHNEBEL 2017, 17-19).
Die Funktion besteht in der Hilfestellung für die Ratsuchenden, Probleme und Ursachen zu verstehen und notwendige Veränderungen und Erweiterungen in der persönlichen Perspektive zu Lösungsmöglichkeiten zu führen. Die Beratung ermöglicht in der Folge richtig zu entscheiden und zu handeln.
Beratung kann sowohl im pädagogischen Bereich zur Prävention und Unterstützung eingesetzt werden, damit Risiken zu verringern.
4 Struktur von Beratungsprozessen |  |
Beratungsprozesse weisen spezifische Strukturen auf, je nach der dargestellten Definition gibt es in allen Beratungsprozessen wesentliche Aspekte (vgl. SANDER - ZIEBERTZ 2010; SCHNEBEL 2017, 20).
4.1 Teilprozesse |  |
Beratungsprozesse sind zielgerichtet. Es gibt eine Vorstellung, wie sich der aktuelle Zustand zum angestrebten Zustand verändert. Veränderungsmöglichkeiten werden beschrieben. Wie die Zielsetzung mit den vorhandenen Ressourcen erreicht werden kann, wird eingeschätzt.
In den Teilprozessen Information, Begleitung und Steuerung gliedert sich ein Beratungsprozess.
- Informationen dienen zum besseren Verständnis von Ursachen und Wirkungen.
- Beratung soll Lernprozesse auslösen. Da diese kaum problemlos zu bewältigen in einer Beratung sind, bedarf es einer Unterstützung die notwendigen Veränderungen anzunehmen und umzusetzen. Eine Begleitung hat sich nach den Ressourcen und Bedürfnissen des Ratsuchenden zu richten.
- Steuernd eingegriffen wird durch die Beratenden der Ablauf der Beratung. Es wird ein Beratungsarrangement erarbeitet.
Eine Überbetonung eines Aspekts kann zum Missbrauch und zu Fehlformen von Beratung führen. Es bedarf demnach einer Ausbalancierung der drei Teilfunktionen.
4.2 Interaktions- und Kommunikationsmodelle |  |
Beratungsprozesse vollziehen sich in speziellen Formen von Interaktion oder Kommunikation. Demnach bilden Modelle eine wichtige Grundlage für Beratungsprozesse ( vgl. SCHNEBEL 2017, 21-23).
- Die Themenzentrierte Interaktion von Ruth COHN (2004), entwickelt für die Arbeit von Gruppen, gibt Impulse für eine Beratungsstruktur. Die hier modellierte Interaktion zwischen "Ich" (Ratsuchender), "Wir" (Gruppe) und "Thema" erweitert sich um die Dimension des Beratenden. Zwar steht das Thema im Mittelpunkt, die Beziehungen der Einzelnen zueinander in der Beziehungsebene sind wesentlich gesteuert durch Gefühle, die in die Beratungssituation durch den Beratenden einzubeziehen sind.
- Friedemann SCHULZ von THUN (1999) geht in seinem Modell davon aus, dass jede Aussage vier Seiten - Sachoffenbarung, Selbstoffenbarung, Appellseite und Beziehungsseite aufweist. Verbale, nonverbale Anteile und der situative Kontext der Interaktion gewichten und werden unterschiedlich vom Empfänger aufgenommen. Die Kommunikation gelingt nur, wenn die Anteile so gehört werden, wie sie gesendet wurden. Bei Missverständnissen muss eine Metakommunikation erfolgen, die die wahrgenommenen Botschaften interpretiert.
- Paul WATZLAWIK (2017) formuliert fünf Grundsätze von Kommunikationsprozessen.
- Man kann nicht nicht kommunizieren.
- Jede Kommunikation hat einen Inhaltsaspekt und Beziehungsaspekt.
- Jeder Kommunikationsprozess ist von den Kommunikationspartnern abhängig.
- Jeder Mensch kommuniziert in sprachlicher und nonverbaler Form.
- Kommunikationsprozesse sind auf gleicher Augenhöhe oder hierarchisch strukturiert.
- Zusammenfassend sind wesentliche Aspekte von Inhalten und Beziehungen festzuhalten. Inhalte sind vor dem Hintergrund der Beziehungen zwischen den Beteiligten zu verstehen. Inhalte können benutzt werden, Beziehungen zu thematisieren. Darüber kann man Aufschluss erhalten, welche Bedeutung die Inhalte für den Einzelnen und die Interaktionspartner besitzen.
- Nach Frank NESTMANN, Frank ENGEL und Ursula SICKENDIEK (20007, 23, 34, 36) werden drei Formalisierungen von Beratung unterschieden, die informelle alltägliche Beratung, halbformalisierte Beratung und stark formalisierte Beratung. Entscheidend ist die spezifische Fragestellung im Themen- und Adressatenbereich.
Die "Doppelverortung" von Beratung ergibt sich aus dem Beratungs- und Interaktionswissen sowie dem handlungsfeldspezifischen Wissen.
Kennzeichnend für professionelle Beratung ist ein
- methodisches Vorgehen,
- aktiver Lernprozess,
- eine Symmetrie der Berater - Klient - Beziehung,
- Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit,
- Eigenbemühen,
- Problembewusstsein,
- Zielrichtung einer Veränderung orientiert an Kompetenzen des Ratsuchenden,
- Doppelverortung des Beratenden und eine
- klare zeitliche - räumliche - methodische Struktur.
5 Beratung in der Erwachsenenpädagogik |  |
5.1 Beratungsbedarf |  |
Der Beratungsbedarf in der Erwachsenenpädagogik nimmt zu.
- Gesellschaftliche Veränderungen, wachsende Komplexität und zunehmende Differenzierung von Lebenssituationen ergeben unter dem Aspekt der Bildungsinstitutionen im tertiären und quartären Bildungsbereich den erhöhten Bedarf.
- Beispielhaft im tertiären Bildungsbereich erweist sich die Komplexität von Lehramtsstudien und der Teilbereich "Beratung" in der Berufspädagogik bzw. Vorberufliche Bildung. Zunehmend ist die Bedeutung einer Lernberatung bei Studierenden zu beachten.
In der Organisation der Erwachsenenpädagogik kann man mitunter schwer den Anforderungen nachkommen.
Der Autor hat in seiner universitären Lehre Schullaufbahnberatung (Vorberufliche Bildung) und Schulentwicklungsberatung (Lehramtsausbildung - Didaktik der Politischen Bildung) vertreten.
5.2 Beratungsauftrag |  |
Beratung stellt unter den institutionellen Bedingungen eine wesentliche Aufgabe dar und gewinnt an Bedeutung.
Man denke an die Schullaufbahnberatung bzw. Bildungsberatung - Berufsberatung, Studienberatung, Schulentwicklungsberatung und Beratung in der Allgemeinen Erwachsenenbildung bei der Mitarbeit in der Zusammenstellung von Veranstaltungen.
Der Auftrag zur Bildung, zum Wissens- und Kompetenzerwerb bringt Lehrenden Aufgaben von Beratungstätigkeit. Sie benötigen selbst im Rahmen der Fortbildung im tertiären Bildungsbereich in der "Hochschuldidaktik" und in der "Schulentwicklung" ein Beratungswissen.
Drei Funktionen sind notwendig für eine solche Beratung.
- Die Bildungsfunktion unterstützt die persönliche und soziale Entwicklung.
- Die reflexive Funktion dient der Findung von möglichen Folgen und Risiken.
- Die Fürsorgefunktion verweist auf die Verantwortung der Institution.
- Zu beachten sind jedenfalls auch Aspekte einer Weiterentwicklung und Lösung von Problemen.
Beratung dient auch im erwachsenenpädagogischen Kontext einem erfolgreichen Wissenserwerb, Lehren, Arbeiten und Zusammenleben, einem erfolgreichen Bildungsmanagement.
Merkmale ergeben sich in der Folge daraus. Lehrende sind semi-professionale Beratende, Teil des Systems, Beratende in Abhängigkeit von Freiwilligkeit und Partnerschaftlichkeit.
Ihre Verantwortung benötigt die Möglichkeit der freien Ausübung, ohne institutionellen zeitlichen Rahmen, ohne Rollenkonflikt als Lehrender und einschränkender Zielsetzung.
6 Pädagogische Grundlagen |  |
Beratung in der Erwachsenenpädagogik stellt ein spezifisches Anwendungsfeld dar. Pädagogische Theorien, psychologische und handlungsorientierte Modelle ergeben die Grundlage.
Versuche pädagogische Modelle zu integrieren, gab es immer wieder (vgl. HERTEL - BRUDER - SCHMITZ 2009, 117-128; SCHNEBEL 2017, 32-41).
Hier soll mit dem Teilbereich "Erwachsenenpädagogik" sich auseinander gesetzt werden.
Die Einordnung von Beratung erfolgt in die Soziologie, Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie. Beratung über Lerntheorie und Handlungstheorien erfolgt in der Pädagogischen Psychologie. Beratung spielt in der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle (vgl. THIERSCH 2007, 115-124).
Im erwachsenenpädagogischen Kontext steht die Problemlösung, Lernen und Lehren im Mittelpunkt (vgl. NOLDA 2007, 85-92). Die Entwicklung des Individuum soll begleitet werden. Diese Perspektiven ergeben die wesentlichen Orientierungspunkte im pädagogischen Verständnis (vgl. MUTZECK 2007, 691-698).
Ziele von Lernen und Lehre, der Bildung Lehrender verbinden sich zudem mit institutionalisiertem Ziel- und Strukturgefüge bzw. Rahmenbedingungen (Sozialpädagogik, Bildungsmanagement).
Durch die Doppelverortung von Beratung kommt es im Kontext auf das Beratungshandeln auf das Interaktions- und Beratungswissen der Psychologie an (vgl. die Bedeutung der Pädagogischen Psychologie).
Trotz des Theoriedefizits in der Pädagogik ergibt sich eine Rahmenkonzeption einer (erwachsenen) pädagogischen Beratungstheorie als
- pädagogische Handlungsform als Teil der Bildungsfunktion (Autonomie und Selbständigkeit, Maxime "Hilfe zur Selbsthilfe"),
- Beratung als Teil des Lern- und Lehrprozesses (Wissensvermittlung, Information und Unterstützung, Veränderung des Handlungsrepertoires) und
- Beratung als Teil von Lehre der Lehrenden (Fachwissen, Fachdidaktik, Handlungsmuster).
7 Felder und Aufgaben |  |
Beratung von Erwachsenen ist keine einheitliche und klart definierte Aufgabe. Sie hat verschiedene Beteiligte und unterschiedliche Themenfelder. In der Folge wird versucht, eine Systematik der Aufgaben und Felder zu erstellen (vgl. SCHNEBEL 2017, 67-145).
7.1 Formale Einteilung |  |
Einzelberatung
Gruppenberatung
Institutions- bzw. Organisationsberatung
7.2 Beratungsfelder |  |
 | | Ratsuchende/ Klienten |
Einzelberatung Erwachsene - Gruppe nach Schulabschluss: |
| Lehrlinge |
| Studierende |
| Eltern |
| Kurs- bzw. Lehrgangsteilnehmende |
| Lehrende |
| Gruppenberatung |
| jeweilige Klientel in Gruppierung |
Institutionenberatung Einheiten des Bildungsbereichs wie |
| Berufsschule |
| Universität - Fachhochschule/ Studienseminare |
| Elternvereinigung |
| Lehrergruppierung |
| Schulaufsicht |
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 | | Themenfelder |
| Lern- und Bildungsprozesse |
| Lern- und Leistungsprobleme |
| persönliche Entscheidungen |
| Interaktions- und Beziehungsprobleme |
| Innovationen |
| Evaluation |
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7.3 Beratung Lehramtsstudierender |  |
- Studium und Probejahr - Beratungsgespräche mit Seminarleitenden und Begleitlehrenden
- Beziehungsebene - Konfliktsituation zwischen Berufseignung (Beratungskompetenz) und persönlicher Solidarität (Rollenkonflikt)
- Unterstützung - Steuerung
Wesentlich ist der Aspekt, Lehre ist dann besonders effizient, wenn Studierende außerhalb der Lehrveranstaltung selbst mitarbeiten.
Eigenarbeit bedarf einer genauen Planung, ggf. der Unterstützung und Steuerung.
Lernberatung im Rahmen von Beratungskompetenz gilt als effizientes Mittel einer Verbesserung von Lehre.
7.3.1 Lernberatung |  |
Lehrende, die sich als "Lernberater" verstehen, haben ein anderes Selbstverständnis als Informationsvermittler. Sie unterstützen die Studierenden selbst zu lernen.
Die Studierenden erwerben so das maßgebliche Wissen in Eigenarbeit aus Texten oder verschiedenen Aufgaben. Lernberater reservieren einen Teil der Lehrveranstaltung, unklare Punkte der Pflichtlektüre zu erläutern. zu vertiefen und lebendig zu veranschaulichen. Mit Aufgaben, die das Erinnern der Lehrinhalte unterstützen, bezieht man sich auf die Pflichtlektüre ( vgl. BRAUER 2014, 12).
7.3.2 Aufgabenbereich |  |
Das Aufgabenspektrum des Lernberaters umfasst demnach (vgl. FERGUSON 1990, 127-134)
- Wissen und Kenntnisse weitergeben,
- Texte finden, die den Wissensstand der Studierenden angemessen sind,
- Lernmethoden vermitteln,
- Aufgaben finden, die das Behalten des Lernmaterials fördern,
- Fertigkeiten vermitteln,
- motivieren und anspornen und
- Kritikfähigkeit der Studierenden heranbilden.
Aus der Professionalisierung der Lehrenden und der Qualitätssteigerung des Bildungssystems ist "Schulentwicklung" notwendig.
Die Beteiligten fallen in die Gruppe der Erwachsenen in Form Lehrender (Lehrkräfte), Leitender ( Schulleiter, ggf. Schulaufsicht), Elternvertreter und Schulerhalter (vgl. KLIPPERT 2000, BUHREN - ROLFF 2016).
7.4.1 Formaler Ablauf in Phasen |  |
Sammlung von Daten
Klärung und Vereinbarung von Zielen
Prüfung der notwendigen Ressourcen
Planung und Umsetzung der Entwicklungsvorhaben
Evaluation des Entwicklungsprozesses und der Ergebnisse
7.4.2 Beratungsverlauf |  |
Vorinformation - Kontaktaufnahme
Möglichkeiten einer Zusammenarbeit - Aufgabenspezifizierung
Klärung von Erwartungen und Aufgaben
Kooperationsvereinbarung - Aufgaben, Ziele - Umfang
Arbeit im Entwicklungsprozess
Zwischenberichte je nach Vereinbarung
Metareflexionen
Dokumentation
Abschluss
8 Pädagogische Diagnostik |  |
Diagnose wird von Lehrenden in Beratungsfunktion unterschiedlich verstanden, etwa im Beobachten und Beurteilen und hat pädagogische i.w.S und rechtliche Konsequenzen. Damit bedarf es einer beruflichen Annäherung.
8.1 Selektion - Eignung - Förderung |  |
Bewusste Diagnose ist in verschiedenen Formen als Selektions-, Eignungs- und Förderdiagnostik anzusehen (vgl. HORSTKEMPER 2006, 4-7).
Es geht um Laufbahnempfehlungen, Entscheidungen um Förderprogramme, Berufswahl oder Stärken - Schwächen - Profile.
Unterschiedlich sind die Funktionen in einer
- Steuerung des weiteren Bildungswegs als Vorbereitung von folgenreichen Entscheidungen mit langfristiger Wirkung.
- Pädagogisch - therapeutischen Intervention als pädagogische Förderung, Prävention oder Intervention. Hier hat Diagnostik eine kurzfristige Wirkung.
8.2 Diagnose - Beratung |  |
Die Verbindung von Diagnose und Beratung wird hier erkennbar, wenn aus einer Diagnose Handlungsschritte folgen. KLUG -BRUDER - KELLER - SCHMITZ (2010, 3 - 10) weisen auf Zusammenhänge von Diagnose und Beratung hin.
Diagnose ist eine notwendige Bedingung, macht zumeist nur einen kleinen Teil aus. Problemlösendes Vorgehen, eine Analyse der Ausgangssituation und die Gestaltung der Gesprächssituation sind nicht unmittelbar mit einer Diagnose verknüpft.
Allerdings kann eine gute Beratung nur stattfinden, wenn diagnostische Elemente eingebunden werden (vgl. SCHNEBEL 2017, 151 - 152).
So kann die Situation der Klienten breiter wahrgenommen werden, ermöglicht wird eine objektiviere Wahrnehmung und eine Distanz zum Verhalten. In der Lehre kann dies einen Beratungsbedarf einzelner Lernender aufzeigen.
Diagnostische Verfahren nach (INGENKAMP - LISSMANN 2008, und HESSE - LATZKO 2017) sind die Verfahrens- und Methodenbereiche
- Gesprächsmethoden der Anamnese, Exploration und des Interview,
- Beobachtungsmethoden der Lehrbeobachtung,
- Beurteilungsverfahren der mündlichen und schriftlichen Leistungsbewertung,
- Testmethoden der Intelligenztests und Leistungstests sowie
- Dokumentenanalyse von Zeugnissen, Lehrgangs- und Kurszertifikaten.
8.3 Testdiagnostik |  |
Ein Test umfasst Aufgaben, die von Probanden verbal oder nonverbal, schriftlich oder motorisch zu lösen sind. Dies können standardisierte Verfahren und Ratingverfahren einer Einschätzung sein.
Der Stellenwert von Tests in der Diagnostik Lehre ist umstritten. Tests bieten nur ganz bestimmte durch die Testkonstruktion vorgegebene Diagnosemöglichkeiten (vgl. WERNING 2006, 11-15).
Nicht abgebildet wird die Komplexität von Lernprozessen, individuelles Lernen wird nicht berücksichtigt. Problematisch sind Testverfahren in der Lehre, weil Lehrende an der Auswahl, Durchführung und Auswertung selten beteiligt sind.
Vorteile der Testdiagnostik sind die
- Objektivität,
- Genauigkeit,
- Gültigkeit,
- Verortung von Lernproblemen,
- Vergleichbarkeit von Leistungen und Normwerten und
- Unabhängigkeit von Lehre und Lehrendemurteil.
Nachteile und Kritik sind
- Abstand von Lehre,
- punktuelle Statusaufnahme,
- Lernprozesse werden nicht abgebildet,
- keine Berücksichtigung von Kontexten,
- Reduzierung auf einzelne Aspekte,
- Übergewichtung objektiver Ergebnisse und
- überwiegende Sprache von Erwachsenen.
8.4 Diagnoseverfahren |  |
Testverfahren - Laufbahnberatung, Berufsberatung, Lernstörungen und Leistungsschwächen
Beobachtung - Lernschwierigkeiten, Verhaltensprobleme, Lehrverhalten und Sozialbeziehungen
Dokumentenanalyse - Lernberatung, Lernschwierigkeiten, Laufbahnberatung, Berufsberatung und Schulentwicklungsberatung
Selbstdiagnose - Lernberatung, peerbezogene Beratung
Gesprächsmethode - Lern- und Verhaltensschwierigkeiten und Sozialbeziehungen
9 Migrantenberatung |  |
9.1 Zielsetzung und Klientel |  |
Beratung und Begleitung von Zuwandernden ("Migranten") betreffen eine heterogene Klientel, bestehend besonders aus der Personengruppe der EU - Binnenwanderung, Asylanten, Flüchtlingen und Zuwandernden aus Drittstaaten.
Verstanden wird Beratung und Begleitung, Ratsuchende zu unterstützen und ermutigen, sich aktiv mit den Veränderungen auseinander zu setzen und eine entsprechende Lösung zu finden.
Die Thematik ist so vielfältig wie die Klientel, etwa die Rechtsberatung, Sozialberatung, Berufsberatung und Bildungsberatung. Zentrale Intention ist eine "Hilfe zur Selbsthilfe".
Der Autor bezieht sich im Folgenden auf die Bildungsberatung und hier differenziert auf die Laufbahnberatung als ein Gegenstand der weiteren Lebensgestaltung. Als Berufsberatung ist die Beratung Jugendlicher bzw. junger Erwachsener bei der ersten Berufswahl.
Zu berücksichtigen sind die Voraussetzungen, das soziale Umfeld und vorhersehbare inklusive Veränderungen in der Zukunft.
- Ratsuchende sind zu befähigen, selbst Kompetenzen für berufliche Entscheidungen zu erwerben.
- Im Vordergrund stehen Sprache, das familiäre Umfeld, Werthaltungen und Kenntnisse des alltäglichen Lebens sowie ein Aufbau eines Bekanntenkreises.
Die Klientel bzw. Ratsuchende besteht vorrangig aus Berufstätigen, Arbeitslosen, jungen Erwachsenen und Studierenden.
Wesentlich ist die Qualifikation Migrantenberaternder in dem vielfältigen Spektrum dieses Beratungsgegenstandes.
- Beratergrundhaltung - Achtung vor der Klientel, Einfühlungsvermögen und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses
- Berufsstrukturen - Berufsfelder - Arbeitsmarkt
- Bildungs- und Beschäftigungsstruktur, Rechtsgrundlagen, Gesundheitsgrundlagen und Interkulturalität
9.2 Rahmenmodell einer Bildungsberatung |  |
Der folgende Autorenentwurf versteht sich als Basis einer Beratung von Zuwandernden mit vier Schwerpunkten, ausgehend von der Konzeption einer Berufsorientierung bzw. Vorberuflichen Bildung (vgl. DICHATSCHEK 2021) .
1 Personale Determinanten
- kognitive Determinanten - Intelligenz, Fähigkeiten, Schulbildung
- affektive Determinanten - Bedürfnisse, Interessen, Werthaltungen, Einstellungen, Selbstwertgefühl
2 Situative Determinanten
- soziale Herkunft
- familiäre Bedingungen
- Bezugsgruppen
- Anforderungen Bildungs- und Arbeitsmarkt
3 Selbstkonzept
- Selbsteinschätzung
- Informationsstand
- Bildungssystem - Berufswelt - Arbeitsmarkt
- Laufbahnplanung/ "Karriereplanung"
4 Berufsorientierung - Beratung
- Laufbahnberatung
- Erwartungshaltung
- Realisierungsaktivitäten
10 Laufbahnberatung |  |
Im Folgenden geht es um Aspekte gesellschaftlicher, demographischer und bildungsökonomischer Rahmenbedingungen (vgl. HOHNER 2006, 17 - 25).
Ausgehend von der beruflichen Entwicklung heute und zukünftig ergeben sich neue Entwicklungsaufgaben und Qualifizierungen mit notwendigen Kompetenzen psychologisch fundiert.
- Chancen und Risiken bestimmen das Berufsleben und die Lebensgestaltung. Die neuen Entwicklungen ergeben in einem biographischen Handeln neue Modelle.
- Bekannt ist aktuell ein lebensbegleitendes Lernen, wesentlich ist die Verknüpfung mit persönlicher und privater Entwicklung.
- Angesprochen ist die Gestaltung einer integrativen Laufbahnberatung.
10.1 Schwerpunktbildungen |  |
Der Schwerpunkt orientiert sich an neuen Lebensstilen oder gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen.
10.1.1 Zunehmende Lebenserwartung |  |
In Westeuropa ist in den letzten hundert Jahren die Lebenserwartung auf über 75 Jahre angestiegen. Zugleich hat sich die Spann der aktiven Erwerbstätigkeit nicht verlängert. Das Pensionseintrittsalter liegt theoretisch zwischen 60 und 75 Jahren. Der Zugewinn an Lebenszeit kommt der nachberuflichen Phase zugute (vgl. HOHNER 2006, 19).
Der aktive Ruhestand mit eigenen Interessen und Bedürfnissen erzeugt neue Wachstumsmärkte wie Gesundheit, Wellness, Pflege und Tourismus.
Das Ehrenamt/ Freiwilligendienst und soziales Engagement erhalten einen neuen Stellenwert.
Die klassische Laufbahnberatung erhält über die Erwachsenenbildung/ Erwachsenenpädagogik eine zusätzliche Aufgabenstellung. Aktivitäten und unbeachtete Potentiale werden identifiziert und können gefördert werden.
10.1.2 Lebenslang lernen |  |
Wissen steigert sich in großem Ausmaß und wird kaum angemessen verwendet. Damit veraltet es schnell und wird "träges Wissen". Auf Fort- und Weiterbildung ist man nicht nur im Beruf angewiesen. Ein gutes Wissensmanagement hilft in allen Bereichen des Alltags. Gesprochen wird auch vom "Zeitalter des permanent unfertigen Menschen" (vgl. BALTES 2001, 24 - 32).
- Früher bestimmte ein altersbedingtes Modell einer beruflichen Entwicklung, bestimmend waren Schulabschluss, Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Freizeit und Ruhestand.
- Künftig bestimmt ein Modell beruflicher Entwicklung den Bereich Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Fortbildungschancen, Privatleben, Laufbahn, Weiterbildungsmöglichkeit und Sozialstatus.
- Für die Laufbahnberatung ergeben sich die Herausforderungen wie einer
- Beratung bei höheren Bildungsabschlüssen (Reifeprüfung - Hochschule ),
- Orientierung für ein Konzept individueller Beschäftigungsfähigkeit (Employability) und
- Stärkung individueller Kompetenzen/ Schlüsselkompetenzen und ggf. langfristige Begleitung.
10.1.3 Eigeninitiative als Kompetenz |  |
Die Globalisierung der Märkte, Flexibilisierung der Arbeits- und Produktionsprozesse und die Entwicklung von der industriellen und postindustriellen Gesellschaft hin zur Dienstleistungs-, Wissens- und Informationsgesellschaft verlangt Anforderungen an die Selbständigkeit der berufstätigen Menschen (vgl. HOHNER 2006, 23).
Merkmale einer veränderten Arbeitswelt
- Drastischer Rückgang von Normalarbeitszeitverhältnissen,
- Mischarbeitszeitverhältnisse,
- beständige Freisetzung von Arbeitskräften,
- starke Zunahme von Emotionsarbeit und
- teilweisen Auflösung der Grenzen zwischen beruflicher und privaten Sphäre.
Damit ergibt sich die Notwendigkeit einer eigenständigen Fort- bzw. Weiterbildung zum Erhalt einer eigenständigen Beschäftigungsfähigkeit.
Übersicht Kernkompetenzen
- Fachkompetenzen - Kenntnisse und Fertigkeiten - Wissen einordnen und bewerten ("Hard Skills")
- Methodenkompetenzen - Struktur der Gestaltung und Vorgangsweise/ Analyse, Ganzheitlichkeit, Wechselwirkung - Umsetzung der Fachkenntnisse
- Sozialkompetenzen - Kommunikation, Gruppen-und Beziehungsorientierung - Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und Konfliktlösungsbereitschaft
- Personale Kompetenzen - Einstellungen, Werthaltungen, Motivation und Selbstbilder/ Selbstreflexion und Glaubwürdigkeit
- Handlungskompetenzen - Anwendung von Erkenntnissen und Fähigkeiten
Quellen:
Erpenbeck - Heyse 1999, 157 - 159
Heyse - Erpenbeck 2009, XI - XXXII
10.1.4 Normalbiographie - Ausnahme |  |
Mehrgleisige und diskontinuierliche Berufsverläufe erfordern auch eine klare Koordination von Arbeit - Freizeit, damit eigene Ziele, Schwerpunkte und Prioritäten gesetzt werden können (vgl. KASTNER 2004, 1 - 65; HOHNER 2006, 25).
- Berufliche Flexibilität und struktureller Wandel mit der Bereitschaft zu lebensbegleitendem Lernen gelten als Voraussetzungen.
- Neue Formen der Arbeitsteilung und sich ändernde Besitzverhältnisse und Machtstrukturen sind für die Entwicklung von Individuen und Organisationen wesentlich (vgl. Gegensatz Unternehmer und Lohnarbeiter, Arbeitszeit, sozialer Status, Identifikation mit Organisation).
- Die komplexen Aufgaben und Bereiche benötigen Schlüsselqualifikationen/ Kernkompetenzen wie "vernetztes Denken".
- Besondere Herausforderungen ergeben sich für eine Laufbahnberatung. Ein besonderes Beratungsziel liegt in einer Hilfe zur Selbsthilfe.
10.2 Berufswahlmodelle |  |
Unter der Perspektive des Zukunftsbezugs bzw. des Lebenslaufes ist die Berufswahl ein jahrelanger Entscheidungsprozess, im Laufe dessen die Berufswünsche im Zeitraum zwischen einem Abschluss einer Allgemeinbildung an einer Schule und der Übernahme einer beruflichen Erstausbildung oder Arbeit auch durch Fremdeinflüsse mit unterschiedlicher Intensität festgelegt werden(vgl. BRÜGGEMANN - RAHN 2013, 27-42).
Nach SCHARMANN geht die Berufswahl in der Schweiz erstmals um 1950, in Deutschland und Österreich erstmals in den sechziger Jahren unter Bedingungen vor sich, die es der Mehrzahl der männlichen Jugend möglich machen, einen Ausgleich zwischen Berufsneigung und Aufstiegswunsch einerseits sowie Ausbildungsmarktbedingungen andererseits zu erreichen. Ab diesem Zeitpunkt kann man "[...]zum erstenmal vom Recht der freien Berufswahl im Sinne der bürgerlich -individualistischen Berufsauffassung und ihren modernen Spielarten faktisch" sprechen (SCHARMANN 1966, 76).
Sieht man von den wenigen Ausnahmefällen ab, bei denen durch Sonderbegabung das Kind auf einen häufig künstlerischen Beruf fixiert ist, so ist die Berufswahl ein jahrelanger Entscheidungsprozess, im Laufe dessen die Berufswünsche wechseln und die Fremdeinflüsse mit unterschiedlicher Intensität wirken. Die Berufswahl ist also kein einmaliger Akt (vgl. DAUENHAUER 1978, 137). Der Verlauf dieses Prozesses lässt sich als eine Folge von Situationen darstellen, die man als Berufslebenslauf (Berufsbiographie) bezeichnet.
Nach HOPPE ist berufliches Verhalten in der gesellschaftlichen Realität gekennzeichnet durch nicht eindeutig festgelegte Verhaltenssituationen für den Einzelnen mit offenen Entscheidungs- und Handlungspielräumen für das Individuum. Menschliches Handeln erfolgt daher als Wechselbeziehung von Individuum und Gesellschaft vor dem Hintergrund individueller Erfahrungen, Erwartungen und Ziele (vgl. HOPPE 1980).
Daraus folgern theoretische Ansätze (Berufswahltheorien), die Handlungs- und Entscheidungssituationen differenziert darstellen und unter dem Gesichtspunkt pädagogisch notwendiger Maßnahmen im Berufsorientierungsunterricht einzubringen und Maßnahmen des Übergangs von Schule in die Arbeitswelt eizubringen sind (vgl. MÖRTH - SÖLLER 2005, 137-148).
Berufswahl als Entscheidungsprozess - LANGE - BÜSCHGES
Darunter versteht man einen Interaktionsprozess zwischen einer Person (Persönlichkeitsstruktur) und einem beruflichen Objektbereich (Berufsstruktur) mit dem Ziel, verschiedene Berufstätigkeiten zu analysieren und alternativ zu vergleichen und auf Grund subjektiv wie objektiv gesetzter Prioritäten eine Entscheidung zu treffen.
Für Lernende stellt sich der Übergang von Bildungs- in Beschäftigungssysteme als Entscheidungssituation dar, in der sie unter einer Vielzahl von möglichen Ausbildungswegen und Berufsfeldern bzw. Berufen auswählen müssen.
Dieser Prozess vollzieht sich mehrstufig über einen längeren Zeitraum mit Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung. Nach LANGE/ BÜSCHGES gibt es mit den drei Modellen der rationalen Wahl, des Durchwurstelns und der Zufallswahl Formen der Entscheidung (vgl. LANGE - BÜSCHGES 1975, 101-102).
Berufswahl als Entwicklungsprozess - RIESS
Nach RIES ist die Berufswahl keine isolierte zeitliche Handlung, sondern als Abschnitt im Laufe eines lebenslangen beruflichen Entwicklungsprozesses anzusehen. Berufswahl ist die Resultante einer Kette von determinierten Wahlen, ein Prozess also, der weitgehend auf Grund des Drucks, den die Realität und die Gesellschaft ausübt, irreversibel ist (vgl. RIESS 1970, 33-34).
Eine solche Berufswahl beginnt bereits mit der Entscheidung für die Schulbildung, die den weiteren Zugang zu Ausbildungssituationen determiniert. Im österreichischen Schulsystem kommt es jeweils nach Abschluss der Grundschule (Vor- und Volksschule/ VS), Hauptschule/ HS - MS bzw. Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schule/ AHS, der Polytechnischen Schule/ PTS, der Oberstufe der allgemeinbildenden höheren Schule/ AHS, der berufsbildenden mittleren/ BMS und höheren Schulen/ BHS zu entscheidenden Schulwahl- und Berufswahlmomenten ("Schnittstellenproblematik des Schulsystems").
Im weiteren Verlauf dieses Prozesses kommt es zu konkreten Entscheidungen bei der Wahl der Berufsposition und in der Folge zu Entscheidungen der beruflichen Fort- und Weiterbildung (vgl. DECKER 1981, 47). Berufswahl umfasst somit den gesamten Bereich einer beruflichen Karriere.
Um Problemsituationen von Berufswählenden verstehen zu können, bedarf es der Kenntnis der individuellen Entwicklungsgeschichte und Sozialisation, wobei dies aus der Biographie begriffen werden kann. In das im Laufe einer Sozialisation aufgebaute berufliche Selbstkonzept fließen individuelle Erfahrungen und Vorstellungen des Berufswählenden ein. Bestimmte berufliche Rollen beeinflussen dieses Selbstkonzept.
Entwicklungs- und Selbstkonzept - SUPER
Donald SUPER (1954, 12-20) revolutionierte das Feld der Laufbahnpsychologie mit der "beruflichen Entwicklungstheorie" (vgl. SEIFERT 1977, 183-184).
(1) Menschen unterscheiden sich durch Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeitseigenart.
(2) Durch diese Merkmale ist jede Person für mehrere Berufe geeignet.
(3) Jeder Beruf erfordert charakteristische Strukturen ("pattern") wie Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeitseigenschaften.
Sowohl Person wie auch Beruf sind beidseitig mit mehreren Möglichkeiten offen (vgl. die Vielfalt/ "Diversity" von Menschen und Berufen).
(4) Präferenzen, Qualifikationen, Situationen und damit Selbstkonzepte (mit einer gewissen Konstanz am Ende des Jugendalters und dem Erreichen einer Lebensreife) ändern sich im Laufe der Zeit und Erfahrungen. Berufswahl und berufliche Anpassung sind kontinuierliche Prozesse.
(5) Dieser Prozess läuft in Lebensstadien ab, wie dem Stadium des Wachstums, der Exploration (Phantasiewahl, tentative und realistische Phase), dem Stadium der Versuchs- und Stabilisierungsphase sowie der Konsolidierung.
(6) Das Laufbahnmuster ergibt sich aus der sozioökonomischen Stellung der Eltern, den kognitiven Fähigkeiten, den Persönlichkeitseigenschaften und beruflichen Möglichkeiten.
(7) Unterstützt und gelenkt werden kann die Entwicklung durch Realitätserprobungen und einer Entwicklung des Selbstkonzepts (vgl. die Bemühungen um eine Vorberufliche Bildung im schulischen und außerschulischen Bildungssystems mit Unterricht, Realbegegnungen und Beratung).
(8) Berufliche Entwicklung (heute "Berufswahlkompetenz") besteht wesentlich in der Entwicklung und Verwirklichung eines Selbstkonzepts, mit verschiedensten Interaktionen, Einsatz von Fähigkeiten, Realbegegnungen auch mit Ausübung von Rollen.
(9) der Prozess der Kompromissbildung zwischen individuellen und sozialen Faktoren sowie einem Selbstkonzept und der Realität besteht im Ausprobieren von Rollen (in Beratungsgesprächen und Realbegegnungen[berufsbildende Schulen, Vereine, Betriebe, Eingangstätigkeiten, Teilzeitarbeit]).
(10) Die Arbeits- bzw. Lebenszufriedenheit hängen von den beruflichen Einsatzmöglichkeiten, Arbeitsformen/ Arbeitssituation, dem individuellen Lebensstil und den Erfahrungen ab.
Für die "berufliche Exploration" erarbeitete SUPER fünf Dimensionen. Zunehmende Orientierung, berufliche Informiertheit mit anschließender Planung, Konsistenz der beruflichen Präferenzen, Kristallisierung relevanter Persönlichkeitseigenschaften und Realitätsangemessenheit mit verfügbaren beruflichen Möglichkeiten kennzeichnen dieses Entwicklungsstadium.
Als (anderes) Kernkonzept formuliert SUPER (1990, 197-262) die Einbeziehung des Selbstkonzepts in die Laufbahn, in der Personen verschiedene Lebensrollen besitzen (etwa Arbeitnehmer, Mutter/ Vater, Freundin/ Freund, Nachbar, Freizeit, öffentliches Leben), welche sich in der Bedeutung unterscheiden.
Die Theorie SUPERs umfasst eine psychologische Konzeption der Bildungsentscheidung bzw. Berufswahl und des beruflichen Verhaltens. Als integratives Modell - mit heutiger Berücksichtigung der Berufspädagogik, Laufbahnberatung und sozioökonomischer Faktoren (vgl. Politische Bildung) - bietet die Konzeption Hinweise auf die
Persönlichkeitsentwicklung,
biographische Betrachtungsweisen und
vorberuflicher Aspekte wie Unterstützungsmaßnahmen mit Unterricht, Realbegegnungen und Beratung ("prozesshafte Entwicklung").
Orientiert ist das Modell vorwiegend am männlichen Geschlecht und an der Art und Dauer des Schulbesuchs bzw. dem Berufseintrittsalter der USA, so dass der theoretische Ansatz bedingt Allgemeingültigkeit hat.
Aspekte für Lernende mit Migrationsvorgeschichte fehlen.
Berufswahl als Allokationsprozess - SEIFERT
In der Diskussion um den entscheidungstheoretischen und entwicklungstheoretischen Ansatz bei der Berufswahl werden oft unterschiedliche Bezugsgruppen, die eine Identifikation des Berufswählenden bewirken, schichtenspezifische Ungleichheiten und ein unterschiedliches Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen vernachlässigt.
Diese gesellschaftlichen Faktoren bewirken geringere individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und engen damit die Entscheidungsfreiheit ein.
Nach SEIFERT (1977, 231-243) sind zwei Bedingungsfaktoren wesentlich, weshalb man auch von sozioökonomischen Bedingungen spricht:
Ökonomische Determinanten sind die
allgemeine Wirtschaftslage
lokale Wirtschaftsstruktur
Arbeitsmarktsituation
Arbeitsmarktpolitik
Struktur der Berufe
Verdienstmöglichkeiten
Einkommensverhältnissen
Soziokulturelle und sozialpsychologische Determinanten sind die
kulturelle und epochale Einflüsse
schichtenspezifische Zugehörigkeit
Familie - Elternhaus
Schule
Gruppe der Gleichaltrigen (peer group)
Institutionen der Berufs- und Erziehungsberatung
wirtschaftliche Interessensverbände
Man kann also feststellen, "[...]dass 'das formale Recht' der freien Berufswahl, wie es das Grundgesetz garantiert, für die meisten Mitglieder der Gesellschaft rurch das 'faktische Recht' der gesellschaftlichen Verhältnisse ausgehöhlt wird und damit zu einer Leerformel in der politisch - ideologischen Auseinandersetzung gerät" (LANGE - BÜSCHGES 1975, 91).
Berufswahl als Interaktionsprozess - SEIFERT - DECKER
Die Berufswahl wird als Ergebnis von Wechselbeziehungen aufgefasst, in der mehrere Interaktionspartner - Wählende, Eltern, Lehrer, Berater, Gleichaltrige und Medien - über einen bestimmten Zeitraum miteinander interagieren, um das Berufswahlproblem zu lösen.
Verschiedenste Interessen und Wertvorstellungen der Beteiligten fließen ein. Je mehr einzelne Fähigkeiten und Fertigkeiten für einen künftigen Beruf ausgeprägt sind, desto leichter ist eine Berufswahl. Bei Schülern mit mehr Kontakt zu Eltern und Lehrern verläuft die Berufswahlentscheidung rationaler. Es besteht eine Korrelation zwischen Herkunftsschicht, Schulleistung und Rationalität. Schüler mit einem hohen Grad an rationaler Entscheidung halten leichter auch bei einem knappen Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen fest. Bei Schülern mit unterrichtlicher Erfahrung mit Realbegegnungen - Erkundungen, berufspraktische Tage/Woche - ergibt sich eine größere Chance einer rationalen Entscheidung.
Nach SEIFERT kann man fünf Hauptgruppen von Interaktionspartnern unterschieden: Lehrer, Berater, Berufsverbände, soziale Bezugsgruppen und Medien (vgl. SEIFERT 1977, 426-453).
Interaktion (vgl. DECKER 1981, 170)
INTERAKTION
bezieht sich auf das Handeln
von Personen und Gruppe soziale Interaktion
sachliche Interaktion
Auseinandersetzung mit Menschen(Kommunikation), Problemen und Aufgaben
IN SOZIALEN SYSTEMEN
(= Prozesse, Geschehnisabläufe, Ereignisse)
HOPPE ergänzt noch die Einflussfaktoren mit dem Begriff "gesellschaftliche Realität"
Bei aller Unterschiedlichkeit in der Feststellung der Einflussfaktoren bei einer Berufswahl spielen Eltern eine große Rolle, weil sie jedenfalls Hilfestellungen geben können und eine gewisse Sicherheit bei der Entscheidung vermitteln.
Am Besten in Erinnerung bleiben den Vierzehnjährigen - also jener großen Gruppe am Ende der Sekundarstufe I - jene Informationen, die sie bei im Berufswahlunterricht bei Aspekterkundungen und in den Berufsinformationszentren mit Impulsfilmen und TV - Sendungen erhielten.
Antizipiertes Lernen in Verbindung mit Selbsterkundung - "entdeckendes und planvolles Lernen" - ist ein Lernverfahren mit hohem Speicherwert (vgl. EDELMANN 2000, 138-141, 199).
Der Einfluss der Schüler- bzw. Bildungs- und Jugendberatung muss insgesamt eher als gering bezeichnet werden. Allerdings helfen solche Beratungen, wenn die Ratsuchenden bestimmte Vorstellungen bereits mitbringen.
Die Wahl des Erstberufs stellt nur eine, wenn auch besondere Phase dar. Diese Phase fällt in einen entscheidenden Entwicklungsabschnitt für das Hineinwachsen des Jugendlichen - auch in Rollen in Familie, Freizeit und öffentlichem Leben - und steht zumeist in Wechselbeziehungen dazu.
In diesem Entwicklungsprozess spielen Lernprozesse mit persönlichen Erfahrungen zusammen, die auf diesen Altersstufen, insbesondere auch von der Schule, vermittelbar sind.
Neuere Berufswahltheorien
Neue Berufswahltheorien erweitern die klassischen Ansätze, indem sie Menschen als komplexe, gestaltende und entwickelnde Systeme in Interaktion mit ihrer Umwelt verstehen (vgl. BRÜGGEMANN - RAHN 2013, 27-38).
Die sozial - kognitive Theorie - LENT - BROWN
LENT - BROWN (2005, 101-127) mit ihrer einflussreichen Theorie in der Berufswahl- und Laufbahnforschung beschreiben ein integratives Modell der Interessensentwicklung, Berufswahl und Arbeitsleistung. Selbstwirksamkeitserwartungen und Ergebniserwartung als Überzeugungen über bestimmte Ergebnisse oder Konsequenzen von Handlungen beeinflussen die Interessen, die Ziele und letztlich sich auf die Berufswahl auswirken.
Geschlecht, Nationalität, Persönlichkeit und Fähigkeiten führen zu Lernerfahrungen, zu Selbstwirksamkeitserwartungen und Ergebniserwartungen (vgl. HIRSCHI 2008, 155-172). Daraus resultiert etwa das geschlechtstypisches Berufswahlverhalten.
Von Interesse sind die Effekte der Umwelt in Form von sozialer Unterstützung und Hindernissen in der Laufbahnentwicklung (vgl. LENT - BROWN - HACKETT 2000, 36-49). Ebenso zeigt sich ein Schwerpunkt der Theorie in der Lebens- und Arbeitszufriedenheit. Persönlichkeitseigenschaften wie Gewissenhaftigkeit und positiver Affekt wirken auf eine stärker Selbstwirksamkeitserwartung und damit bessere Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit (vgl. LENT - BROWN 2006, 236-247; 2008, 6-21).
Chaos - Theorie der Laufbahnentwicklung - Happenstance Learning Theory/ Theorie des Zufalls - KRUMBOLTZ/ BRIGHT - PRYOR
Beide theoretische Ansätze versuchen, den Einfluss von zufälligen Ereignissen bzw. Zufällen auf die Berufswahl und Laufbahnentwicklung zu berücksichtigen (vgl. KRUMBOLTZ 2009, 135-154; BRIGHT - PRYOR 2005, 291-305). Hier wird die Berufswahl und Laufbahnentwicklung nicht als planbare und rationale Wahl gesehen, vielmehr als Resultat eines unvorhersehbaren Prozesses.
Berufslaufbahnen und Lebensläufe sind unberechenbar, erzeugen Überraschungen, Freude bzw. Enttäuschung und sind einem ständigen Wandel unterworfen.
Lernerfahrungen entstehen durch geplante und ungeplante Situationen (vgl. formelles und informelles Lernen). Zufälle ergeben Situationen, deren Konsequenzen kaum vorhersehbar sind.
Eine Beratung wird daher einen akzeptierten Beruf in Verbindung mit einem glücklichen Privatleben zu berücksichtigen haben. Beruf und Lebensalltag sind zu integrieren. Dies bedeutet für den Unterricht bzw. die Lehre eine pädagogische Herausforderung (vgl. die Intentionen des Unterrichts in "Berufsorientierung/ Lebenskunde" in der Polytechnischen Schule; vgl. den IT - Autorenbeitrag http://www.netzwerkgegengewalt.org > Index: Berufswahl in der Polytechnischen Schule).
Chancen, Offenheit, aktives Verhalten, unerwartete Gelegenheiten und pro-aktives Verhalten sind Ziele eines vorberuflichen Unterrichtes bzw. Lehre.
Selbstgesteuertes Laufbahnmanagement - HALL
HALL (2004, 1-13) entwickelte ein Konzept der Laufbahn. Benannt nach Proteus, der als griechischer Gott seine Gestalt nach Belieben ändern kann, beschreibt das Konzept die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Personen, wie es heute erwartet wird.
Die Laufbahnorientierung besteht aus zwei Komponenten, der Selbststeuerung (Karriereplanung) und persönlicher Werte wie Überzeugungen und Ziele, also subjektiver Karriereerfolg (vgl. HALL - CHANDLER 2005, 155-176). Im "kaleidoskopischen" Laufbahnmuster kann sich die Laufbahn ändern, wenn bestimmte Teile im Leben ändern (vgl. die Laufbahn von Frauen zugunsten einer Integration von Arbeit/ Beruf und Lebensbereiche wie Familie).
Aspekte einer solchen Laufbahn sind berufliche Herausforderungen und Weiterentwicklungen, die Balance zwischen Arbeit/ Beruf - Familie - persönlichen Bedürfnissen mit dem Wunsch, Arbeit und Lebensstil der eigenen Person entsprechend zu gestalten (Authentizität der Person).
Konzept der beruflichen Persönlichkeit - "Life Design" - SAVICKAS
SAVICKAS (2002, 149-205) formuliert die These, dass Personen eine subjektive Realität konstruieren und nicht einfach nach einer objektiven Realität handeln. Beschrieben wird eine objektive Perspektive mit bestimmten Persönlichkeitseigenschaften bzw. Interessen, die ergänzt wird mit einem subjektiven Konzept der jeweiligen Person (Ideen, Gefühle, Sinn des Lebens).
In der Folge werden Lebensthemen als Selbstkonzept in Form eines Berufes ausgedrückt. Der Beruf bzw. die Arbeit ist eine Manifestierung des Selbst, die berufliche Laufbahn die möglichst optimale Passung zwischen Person und Umwelt. Hier hat der Beruf bzw. die Arbeit eine tiefe Bedeutung und ein Lebensthema mit einem bestimmten Sinn im Leben (vgl. die Bedeutung von "Berufung"). Das Lebensthema entsteht aus einer Konstruktion von früheren Erfahrungen im Kontext mit der Geschichte des eigenen Lebens.
Anschließend kommt es zur Anwendung von Einstellungen, Kompetenzen und Verhaltensweisen für eine Passung von Person und Beruf bzw. Arbeit, bezeichnet als Laufbahn - Adaptabilität. Der Beruf bzw. die Arbeit soll das eigene Selbstkonzept untermauern. Elemente sind die Laufbahnplanung, die Entscheidungsfindung, Exploration (en) und Strategie im Umgang mit Herausforderungen in der Laufbahnentwicklung.
Die Dynamik und Individualität von Laufbahn erfordert ein "Life Design" mit einer eigenständigen und aktiven Gestaltung von Beruf und Leben mit Hilfe von "Change Agents" (Berufs- bzw. Laufbahnberatende als Begleitende). Dies bedeutet eine Neuausrichtung der traditionellen "Berufsberatung" (vgl. SAVICKAS - NOTA - ROSSIER - DAUWALDER - DUARTE - GUICHARD - SORESI - VAN ESBROECK - VAN VIANEN 2009, 239-250).
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Teil 2 Aspekte Politischer Bildung als Handlungsfeld |  |
Im Folgenden bedarf es nach der Darstellung einer professionellen Beratung der Skizzierung eines Wandels der Gesellschaft aus der Kenntnis des Autors nach der jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Fachbereich Politische Bildung und der Herausforderung bzw. Notwendigkeit einer Beachtung des Teilbereichs der Interkulturalität/ Postmigration.
Dieses Anliegen in einem Bildungsanspruch in einer Beratungskompetenz verstärkt sich aus vielen Beratungsgesprächen mit Studierenden der Zuwanderungsgesellschaft.
Die folgende Skizzierung schuldet der Autor aus den unterschiedlichsten Perspektiven eines gesellschaftlichen Wandels in den verschiedenen Formen.
11 Gesellschaft und Interkulturalität |  |
Es geht um die Idee einer Blickverschiebung mit dem Versuch, Gedanken zu formulieren und ihre Bedeutung für eine Gesellschaftsanalyse in einem neueren pädagogischen Teilbereich der Politischen Bildung darzustellen (vgl. FOROUTAN - KARAKAYALI - SPIELHAUS 2018) .
Interkulturalität, gesellschaftspolitisch auch "Postmigration", hat die Stimme der Migration.
- Die Situation einer Diaspora wird zum Ausgangspunkt von Kultur und Identität mit dem Zwang, sich ständig zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu bewegen.
- Daraus sind eigene Lebensentwürfe in der Folge zu formulieren. Beratung, Begleitung und Unterstützung erhalten in der Einwanderungsgesellschaft einen anderen Stellenwert.
Zuwanderung/ Migration wird zum Ausgangspunkt des Denkens mit den Erfahrungen als gesellschaftlicher Normalfall.
- Das Diktat der Sesshaftigkeit wird in Frage gestellt und es werden Aspekte des gesellschaftlichen Wandels bedeutsam.
- Mobilität wird zum Normalzustand und gleichzeitig notwendige Voraussetzung von Subjektivität (vgl. TERKESSIDIS 2017).
Eine interkulturelle Deutung gesellschaftlicher Verhältnisse weist auf mehrdeutige und hybride Verhältnisse hin, ohne allerdings dominante strukturelle Barrieren zu übersehen.
Interkulturelle Lebensentwürfe und alternative Räume, man denke nur an Berlin - Kreuzberg mit seinen Angeboten, öffnen den Blick für die gesellschaftliche Vielheit und regen in der Pädagogik zum kritischen Denken an.
Der Kontext zur Politischen Bildung ist gegeben.
Beratung benötigt politische Kompetenz und interkulturelle Kompetenz.
12 Politische Bildung in der Erwachsenenpädagogik |  |
Der Stellenwert zeigt sich in diesem Bildungsbereich, weil er besondere Bedeutung für das Gemeinwesen hat (vgl. SCHEIDIG 2016, 14).
- Eine aktive Partizipation in einer Demokratie muss laufend in Bildungsprozessen erworben und gefestigt werden.
- Politische Bildung ermöglich eine Orientierung in Staat und Gesellschaft zum Erkennen von Zusammenhängen.
- Ebenso wird die Fähigkeit zur Wahrnehmung der Bürgerrolle ermittelt. Dazu gehören ein Wissen über ihre Akteure, Rahmenbedingungen und Prozesse, Wissensquellen zur Aktualisierung und Erweiterung politischen Wissens.
- Es geht um das Verständnis von sozialen, ökonomischen, historischen, kulturellen und globalen Zusammenhängen.
- Es bedarf einer Befähigung zum Fällen politischer Urteile, der Begründung von Meinungen, um Mündigkeit zu erlangen und erhalten.
- Ebenso bedarf es einer Qualifizierung für ein aktives Engagement und Partizipationsbereitschaft.
Fundament ist die Anerkennung der Menschenrechte, demokratischer Grundwerte, verfassungsrechtlicher Normen und politischer Instanzen.
Gerade in der Erwachsenenpädagogik ergeben sich Erprobungen bzw. Übungen demokratischer Handlungs- und Verhaltensweisen. Im Lernort wird Information, Reflexion und Diskussion ermöglicht.
Beratung und Begleitung gehören ebenso in das pädagogische Angebot. Das erfordert lebensbegleitende Bildungsprozesse.
13 Reflexion |  |
Alle Konzepte der Beratungskompetenz beinhalten als Elemente Fachwissen und Methodenwissen.
NESTMANN - ENGEL - SICKENDIEK (2007, 45) nennt Fachwissen auch handlungsspezifisches Wissen in Verbindung mit Problemlagen, Interventionsformen und gesetzlichen Grundlagen.
Lehrende sind semi - professionelle Beratende und benötigen persönliche Voraussetzungen und Ausbildung in pädagogischer Beratung in der Erwachsenenpädagogik.
Exemplarisch gilt die Kooperative Beratung nach Wolfgang MUTZECK (2014) (vgl. SCHNEBEL 2017, 165-166) als Grundstruktur.
In der Lehrerbildung und Erwachsenenbildung sollte Beratung als Basisprozess mit Beratungskompetenz zum Handeln Lehrender aufgebaut werden.
Lehrgänge, wie sie der Autor absolviert hat, Beratung + Kompetenz und Schulentwicklungsberatung, Politische Bildung und Interkulturelle Kompetenz, sind als Fortbildung bzw. Weiterbildung eine Bereicherung.
Beratungskultur heißt
- Ratsuchende ernst nehmen,
- Grenzen seiner Einflussnahme kennen,
- unterstützende Maßnahmen anstreben,
- vernetzt und systemisch denken,
- Kommunikation pflegen,
- Kooperation aufbauen,
- Selbstreflexion bearbeiten,
- auf Lernen und Veränderung setzen,
- Möglichkeiten erkennen und
- ein Feld beruflicher Entwicklung pflegen.
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IT -Autorenbeiträge |  |
Die Autorenbeiträge dienen der Ergänzung der Thematik.
Netzwerk gegen Gewalt
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Zum Autor |  |
Lehramt APS (VS, HS, PL - 1970-1975-1976), zertifizierter Schülerberater und Schulentwicklungsberater (1975, 1999), Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für die APS beim Landesschulrat für Tirol (1993-2002)
Absolvent des Studiums Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Doktorat (1985), der Weiterbildungsakademie Österreich/Wien/ Diplome (2009, 2010), des 10. Universitätslehrganges Politische Bildung/ Universität Salzburg - Klagenfurt/ MSc (2008), des 6. Universitätslehrganges Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012), des 4. Internen Lehrganges Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg/ Zertifizierung (2016), des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium im Comenius -Institut Münster/ Zertifizierung (2018), des Fernstudiums Nachhaltige Entwicklung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium im Comenius -Institut Münster/ Zertifizierung (2020)
Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaft/ Universität Wien - Berufspädagogik/ Vorberufliche Bildung (1990-2011), am Fachbereich Geschichte/ Universität Salzburg/ Lehramt Geschichte - Sozialkunde - Politische Bildung/ Didaktik der Politischen Bildung (2016, 2018)
Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche in Österreich (2000-2011), stv. Leiter des Evangelischen Bildungswerks in Tirol (2004-2009, 2017-2019), Kursleiter an den VHSn Salzburg Zell/See, Saalfelden und Stadt Salzburg/ (2012 - 2019)
Aufnahme in die Liste der sachverständigen Personen für den Nationalen Qualifikationsrahmen/ NQR, Koordinierungsstelle für den NQR/ Wien (2016)
MAIL dichatschek (AT) kitz.net
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