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Schulentwicklung

Schulentwicklung    

Gestaltung - Verwaltung - Machbarkeit    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Schulentwicklung   
Gestaltung - Verwaltung - Machbarkeit   
Vorbemerkung   
1 Staatliche Verantwortung   
2 Bildungsplanung   
3 Theorien und Konzepte   
3.1 Pädagogische Schulentwicklung   
3.2 Mikropolitik der Schulentwicklung   
3.3 Schulpädagogisch - Didaktische Schulentwicklung   
3.4 Kritische Schulentwicklungstheorie   
3.5 Zusammenfassung   
4 Gestaltungsfreiheit - Möglichkeiten und Grenzen   
Vortragsliteratur   
IT-Autorenbeiträge   
Zum Autor   

Vorbemerkung    

Der Beitrag beruht auf einem Vortrag, der sich mit der Gestaltung und Verwaltung von Schule unter den Gesichtspunkten Gestaltung - Verwaltung - Machbarkeit befasst, also dem Themenbereich Schulentwicklung und Schulqualität in seinen verschiedenen Facetten befasst.

Damit dokumentiert man die kontinuierliche Bedeutung der (Einzel) Schule als Leistungs- und Handlungseinheit.

Standortgebundene und übergreifend regionale Schulentwicklung erhält zunehmend Bedeutung in einer Phase der Schulreform, von Lehren - Lernen - Erziehung und Organisation.

Damit sind die Eckpunkte einer Gestaltung bzw. Verwaltung von Schule als Schulentwicklung benannt.

Einleitend wird auf die staatliche Verantwortung für Bildung und Erziehung, die Bildungsplanung als Grundlage einer Bildungspolitik, Theorien und Konzepte der Schulentwicklung und auf Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltungsfreiheit der Einzelschule eingegangen.

Ausgangspunkt ist die Absolvierung des "Lehrganges Schulentwicklungsberatung" der PI Vorarlberg-Tirol-Salzburg-Kärnten bzw. BMUK 1998/ 1999 für alle Schulformen.

1 Staatliche Verantwortung    

Die staatliche Verantwortung für Bildung und Erziehung sind die Reaktionen einer Gesellschaft auf Entwicklungen und Übernimmt der Staat Verantwortung. Damit betreibt er Bildungspolitik.

Entscheidungen und Maßnahmen in dieser Verantwortungsübernahme für das System zeigen sich in einer Organisation und Professionalisierung von Bildungs-und Erziehungseinrichtungen. Dies beginnt bei uns im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert.

Im Vorfeld solcher Entscheidungen wirken vielfältig interessierte Gruppierungen und Personen mit unterschiedlicher Akzentuierung mit, etwa Eltern- und Schülervertretungen, Wirtschafts- und Berufsverbände, Medien und politische Parteien.

Stichworte sind Leistungsniveau, Bildungschancen für alle Lernende und größtmöglicher Ertrag der eingesetzten Ressourcen. Damit ergeben sich unterschiedliche Akzente in den bildungspolitischen Programmen und Diskussionen.

Der Staat geht davon aus, dass diese Verantwortung im Interesse aller erfolgt. Bildung ist ein öffentliches Gut - es ist auch ein individuelles. Private Interessen und gesamtgesellschaftliche Effekte ergeben für das soziale Gemeinwesen große Bedeutung. Daraus ergeben sich Aufgaben und die Reichweite staatlicher Bildungspolitik, ihre Aufgabenverteilung in der Bundesverwaltung und den Bundesländern.

2 Bildungsplanung    

Für die weitere Entwicklung eines Bildungssystems und seinen Ausbau ist eine Bildungsplanung unverzichtbar.

Dazu gehören

  • die Bildungsnachfrage,
  • der Qualifizierungsbedarf der Gesellschaft,
  • Lösungsmöglichkeiten und ihre Wirkungen,
  • der Ressourcenbedarf und eine Finanzierung.
Ziel der Planung it die Verknüpfung dieser Faktoren und eine Reduzierung von Ungewissenheiten, damit Handlungsgrundlagen geschaffen werden können.

Für die Schule(n) ist Planung auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt, im Bundesbereich, den Bundesländern und der einzelnen Institution.

3 Theorien und Konzepte    

Damit ist Schulentwicklung in seiner Theorie und Konzeption angesprochen.

Schulentwicklung als Begriff Wird für die bewusste und systematische Entwicklung im Sinne einer Verbesserung der (Einzel-)Schule als lernende Organisation im Systemzusammenhang verendet.

Die Erkenntnis, dass Schulen und ihre Akteure unterschiedliche Schulleistungen erbringen, macht deutlich, dass prozessbezogenen Gestaltungsmöglichkeiten von den Akteuren unterschiedlich genutzt werden. Da<mit wir die (Eintel-)Schule als Handlungseinheit und Entwicklungsfeld interessant. "Gute Schule" wird als Basis für Schulentwicklungsprozesse angelegt.

Bildungspolitisch folgt daraus eine zunehmende Gestaltungsfreiheit bzw. Teilautonomie etwa bei der Entwicklung eigener Schulprogramme, Curricula und betriebswirtschaftlichen (finanziellen) und sonstigen Steuerungsmechanismen. Schule wird damit nicht nur als Handlungseinheit, vielmehr als Leistungseinheit wahrgenommen.

Theorien und Konzepte der Schulentwicklung dienen zur Analyse von Schulentwicklungsprogrammen und beleuchten Bedingungen und Möglichkeiten und Grenzen solcher Prozesse. Sie führen zu Beratungs- und Entwicklungskonzepten, die Bildungsangebote von Schule und Professionalität von Lehrkräften verbessern.

Solche Ansätze sollen im Folgenden vorgestellt und beschrieben werden.

3.1 Pädagogische Schulentwicklung    

Schulentwicklung wart bis in die neunziger Jahre stark von Organisationsentwicklung und Organisationstheorien bestimmt. Die pädagogische Besonderheit der Organisation "Schule" wurde und wird in Ansätzen des "Institutionellen Schulentwicklungsprogramms/ ISP" aufgegriffen. Aus der Analyse und Kritik am ISP entstand der Ansatz der Pädagogischen Schulentwicklung.

Kritisiert wurde etwa die Vernachlässigung der Unterrichtsentwicklung, der hohe Zeitaufwand bei Datenerhebungen und die mangelnde Berücksichtigung der Lehrerfortbildung.

Dieser Ansatz stellt die Unterrichtsentwicklung in den Mittelpunkt. Bis heute gilt dieser Systemzusammenhang aus Organisationsentwicklung, Unterrichtsentwicklung und Personalentwicklung als meistbeachteter konzeptioneller Ansatz im deutschsprachigen Raum.

Differenzierungen sind inzwischen erkennbar etwa als "unterrichtszentrierte Schulentwicklung".

"Lernende Schule" entstand aus diesen Ansatz aus der Organisationsentwicklung. Er geht von der Annahme aus, dass Schulen sich im Sinne von "Problemlöseschulen" selbst organisieren und steuern (können).

3.2 Mikropolitik der Schulentwicklung    

In diesem Umfeld bewegt sich ebenfalls dieser Ansatz. Ausgangspunkt ist die Frage der Ursachen und welche hemmemden bzw. fördernden Bedingungen mit welchen Folgerungen mit der Einführung von Innovationen verbunden sind.

Aspekte sind hier die Machtverhältnisse/ Einflussfelder im öffentlichen bzw. nicht-öffentlichen Raum von Schule. Der Ansatz geht über die Betrachtung von Organisation Schule hinaus.

Zentrale Elemente sind ein bestimmendes Bild von Organisationen mit unklaren Einflussfeldern und ein bestimmendes Bild von Akteuren mit eigenen Interessen und Wertvorstellungen sowie Interaktionsprozesse als strategische und konfliktbehaftete Auseinandersetzungen.

  • Gesehen wird in der Folge auch die Kategorie von Schulentwicklung einer Schulkultur und Schulqualität.
  • Curriculum und Didaktik, schulische Sozialisation und institutionelle Schulorganisation unterscheidet sich in Wechselwirkung mit den Ebenen einer Lernkultur, Erziehungskultur und Organisationskultur.
  • Der Begriff "Schulqualität" ergänzt mit seiner Wirkungsorientierung die drei Ebenen. Damit fügt sich Schulentwicklung nahtlos in die jüngere Diskussion zur Qualitätssicherung.
  • Das analytische Verständnis von Schulkultur versteht sich im Verständnis von Schulentwicklung in den vier Dimensionen Leistung, Inhalt, pädagogisch Orientierung und Partizipation.
  • Angereichert wird die Begrifflichkeit mit dem Begriff "Schulmythos", der sich als kollektives Wissen über eine Schule, als Ausdruckskraft einer Lebenspraxis versteht.
  • Damit wird ein öffentliches Image einer Schule begründet und erhält Erklärungspotentiale für gegensätzliche Prozesse einer Schulentwicklung.
3.3 Schulpädagogisch - Didaktische Schulentwicklung    

Dieser Ansatz versteht sich als Element über ein Institutionelles Schulprogramm und eine Pädagogische Schulentwicklung hinaus.

Hier sieht man den Unterrichtsbezug zu stark auf eine Methodisierung begrenzt und zu wenig auf eine Allgemeindidaktik bezogen, etwa einem Ausblenden didaktischer Kontexte in Schulentwicklungsprozessen.

Ein professionstheoretischer Bezug soll verdeutlicht werden.

3.4 Kritische Schulentwicklungstheorie    

Dieser Ansatz sieht das Potential in den Begriffen Bildung, Qualität, Expertise und System.

  • Schulentwicklung besteht auf normativen Entscheidungen und empirischen Befunden der Unterrichts- und Bildungsforschung.
  • Schulentwicklungstheorie zielt auf die Erforschung und Entwicklung der Praxis, die Verbesserung der Bildungsangebote und Professionalisierung der Lehrkräfte.
3.5 Zusammenfassung    

Die Vielfalt der Theorieansätze zeigt die Schwerpunkte und Relevanz für eine Schulentwicklungsberatung.

In der Folge zeigen sich auch die Möglichkeiten und Wege der Schulentwicklungspraxis, Beratung und ein Methodenpluralismus.

Die Auswahl der Zielsetzung und die entsprechende Theorie grenzen den Prozess ein bzw. eröffnen die notwendige Transparenz.

Angesichts der Dynamik des kulturellen und technischen Wandels wird vorgeschlagen, neben der Qualifikations-. Selektions-, Integrationsfunktion die Innovationsfunktion von Schule aufzuwerten.

Damit werden Entwicklungs- und Innovationsprozess der Schule auch theoretisch legitimiert.

Schulentwicklung versteht sich als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis, als Teildisziplin der Schulpädagogik und Handlungswissenschaft.

Erkenntnisse fließen über Beratungs- und/ oder Lehrerbildungsprozesse in die Praxis ein, in der Regel als Best-Practice-Beispiele. Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Schulentwicklungsprozesse im schulischen Alltag in hohem Ausmaß erfahrungsbasiert verlaufen.

4 Gestaltungsfreiheit - Möglichkeiten und Grenzen    

Wesentlich für Wirkungen und Ergebnisse sind die Grundannahmen und Eingangsbedingungen, die man Schule(n) für eine größere Selbständigkeit und Gestaltungsfreiheit zugesteht.

  • Kommende Reformen werden zeigen, inwieweit eine Demokratisierung der Schule und der Ausbau von Partizipationsstrukturen die Handlungs- und Leistungsfreiheit durch ein höheres Maß von Eigenverantwortung stärken.
  • Schule als System und Einzelorganisation befindet sich im Spannungsfeld von staatlichen und gesellschaftlichen Vorgaben und Freiräumen.
  • Historische, rechtliche, administrative, traditionsbezogene und politische Aspekte prägen die Einflüsse und den Gestaltungsgrad.
Als Grundannahmen gelten

  • in einer demokratischen Gesellschaft, Bildungswesen und die Schule sind kein demokratiefreier Raum,
  • eine Verlagerung von Entscheidungen auf die Ebene der Einzelinstitution das Gesamtwohl fördern und effizient sind,
  • Schule unterschiedlichsten Bedingungen ausgesetzt ist und sich diese in einer modernen Gesellschaft in kurzen Zeiträumen ändern,
  • zentrale bürokratische Mittel einer Steuerung kaum bis gar nicht funktionieren und
  • Ergebnisse und Erfahrungen in anderen Ländern in Mischformen und Modifikationen als Ausgangspunkte einer Schulentwicklung sich anbieten.
Schulautonomie zeigt sich in einer inneren Schulverfassung,

  • Kompetenz und Stellung der Schulleitung,
  • Lehrplanarbeit in Form curricularer Kompetenzen,
  • Schulorganisation in Form einer Flexibilisierung vom Stundentafeln und eines Zeitrhythmus sowie
  • finanziellem Haushalt mit Budgetzuweisung, Mittelaquirierung und Verwaltung mit Controlling.
Ein bedeutender Faktor ist der organisatorische Charakter der Schule mit der Sicherung des Lernfortschritts der Lernenden. Dies bedeutet die Notwendigkeit einer Verlagerung der Kontrolle an die (Einzel-)Schule.

Als Annahme gilt demnach, dass Schulentwicklung im Hinblick auf eine Verbesserung der Qualität durch eine Verstärkung der Schulautonomie gefördert werden kann.

Neben den Freiräumen und einer Autonomie gehören auch das Setzen von Standards, Kontrolle und Anreizsysteme als notwendige Koppelungsmechanismen.

Vortragsliteratur    

Altrichter H.--Posch P.(Hrsg.) (1996): Mikropolitik der Schulentwicklung. Förderliche und hemmende Bedingungen für Innovationen in der Schule, Innsbruck - Wien

Altrichter H.-Rolff H.(2000): Theorie und Forschung in der Schulentwicklung, in: Journal für Schulentwicklung 4 (4), 4-8

Bastian J.- Combe A.(1998): Pädagogische Schulentwicklung. Gemeinsam an der Entwicklung der Lernkultur arbeiten, in: Pädagogik 50 (11), 6-9

Bastian J. (2007): Einführung in die Unterrichtsentwicklung, Weinheim - Basel

Blömert S .- Bohl Th. - Haag L.- Lang-Wojtasik G.- Sacher W.( Hrsg.) ( 2009): Handbuch Schule, Bad Heilbrunn, 547-563

Börcher W.- Terhart E.(Hrsg.) (2004): Organisationstheorie in pädagogischen Feldern, Wiesbaden

Döbert H.- Geißler G.(Hrsg.) (1997): Schulautonomie in Europa, Baden -Baden

Dubs R.(2000): Unterrichtsentwicklung im Rahmen der Schulentwicklung. Die Bedeutung der Curriculum-, der Unterrichts- sowie der Lehr-Lern-Theorie als Bezugstheorien, in: Journal für Schulentwicklung 4 (4), 32-44

Fend H.(2006): Neue Theorie der Schule. Einführung in das Verstehen von Bildungsprozessen, Wiesbaden

Holtappels H.G.(2003): Schulqualität durch Schulentwicklung und Evaluation: Konzepte. Forschungsmethoden. Instrumente, Neuwied

Holtappels H.G. - Rolff H.-G. (2004): Zum Stand von Schulentwicklungstheorie und -forschung, in: Popp. U.- Reh S.(Hrsg.): Schule forschend und entwickeln, Weinheim-München, 51-74

Klippert H. (Hrsg.) (2000): Pädagogische Schulentwicklung. Planungs- und Arbeitshilfen zur Förderung einer neuen Lernkultur, Weinheim - Basel

Koch-Priewe P.(2000): Schulpädagogisch-didaktische Schulentwicklung. Professionalisierung von LehrerInnen durch interne Evaluation als erziehungswissenschaftliche Theorie - Praxis - Reflexion, Baltmannsweiler

Matritzen N.(1998): Autonomie der Schule: Schulentwicklung zwischen Selbst- und Systemsteuerung, in: Altrichter H .- Schley W. - Schratz M. (Hrsg.): Handbuch zur Schulentwicklung, Innsbruck, 609-637

Schratz M.- Steiner-Löffler U.(1998): Die Lernende Schule. Arbeitsbuch pädagogische Schulentwicklung, Weinheim -Basel

IT-Autorenbeiträge    

Die Autorenbeiträge dienen der Ergänzung der Thematik.


Netzwerk gegen Gewalt > http://www.netzwerkgegengewalt.org

Erziehungswissenschaft

Bildung

Erziehung

Schule

Schulqualitaet

Organisationsentwicklung

Personalentwicklung

Fernstudium

Zum Autor    

APS-Lehramt VS - HS -PL (1970, 1975, 1976), zertifizierter Schülerberater (1975) und Schulentwicklungsberater (1999), Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für die APS beim Landeschulrat für Tirol (1993-2002)

Absolvent des Studiums für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Doktorat (1985), des 10. Universitätslehrganges Politische Bildung/ Universität Salzburg -Klagenfurt / MSc (2008), der Weiterbildungsakademie Österreich/ Wien/ Diplome (2010), des 6. Universitätslehrganges Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012), des 4. Internen Lehrganges Hochschuldidaktik / Universität Salzburg/ Zertifizierung (2016), des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Arbeitsstelle Fernstudium/ EKD im Comenius - Institut Münster / Zertifizierung (2018) und Fernstudium Nachhaltige Entwicklung/ Arbeitsstelle Fernstudium/ EKD im Comenius - Institut Münster/ Zertifizierung (2020)

Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungswissenschaft bzw. Bildungswissenschaft/ Universität Wien/ Berufspädagogik - Vorberufliche Bildung (1990 -2011), am Fachbereich Geschichte/ Universität Salzburg/ Lehramt - Didaktik der Politischen Bildung

Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche in Österreich (2000 -2011), stv. Leiter des Evangelischen Bildungswerks in Tirol (2004-2009, 2017-2019), Kursleiter an der VHS Salzburg Zell/See - Saalfelden - Stadt Salzburg/ "Freude an Bildung" (2012-2019)


MAIL dichatschel.at

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 1. Oktober 2021