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Persönlichkeitsbildung

Persönlichkeitsbildung    

Ein Beitrag zur Theorie und Praxis schulischer Persönlichkeitsbildung bzw. Sozialkompetenz im Kontext mit Politischer Bildung    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Persönlichkeitsbildung   
Ein Beitrag zur Theorie und Praxis schulischer Persönlichkeitsbildung bzw. Sozialkompetenz im Kontext mit Politischer Bildung   
Vorbemerkung   
1 Einleitung   
2 Theoretische Perspektiven   
2.1 Verlagerung der Lebenswelten   
2.2 Handlungsfeld Persönlichkeitsbildung   
2.3 Problemlagen   
3 Didaktische Aspekte   
3.1 Didaktische Dimensionen   
3.2 Didaktische Umsetzung   
3.3 Methodische Elemente   
4 Persönlichkeitsbildung in der Politischen Bildung   
4.1 Ziele   
4.2 Soziale Aufgabe   
4.3 Schulsystem und Gesellschaftsordnung   
5 Rolle der Schule   
5.1 Bildung eines Selbstkonzepts   
5.2 Grenzen des Sozialkonzepts   
Reflexion   
Literaturverzeichnis   
IT-Autorenbeiträge   
Zum Autor   

Vorbemerkung    

Die Verlagerung von Lebenswelten von Lernenden in die Schule ergibt den pädagogischen Auftrag, neben einer zeitgemäßen fachlichen Bildung auch erzieherische Aufgaben in Form einer Persönlichkeitsbildung wahrzunehmen.

Es kommt zu Spannungen zwischen der institutionellen Logik von Schule und einer Sozialpädagogik.

Politische Bildung mit ihrem Anspruch von Individualität und Kollektivität in der Gesellschaftsform der Demokratie steht in diesem Spannungsfeld, will sie einen erfolgreichen Beitrag zu Erziehung und Unterricht im pädagogischen Selbstverständnis der österreichischen Schule leisten.

Der Beitrag beschäftigt sich zunächst mit


Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen sind

  • die Absolvierung des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/Doktorat,
  • die Absolvierung des 10. Universitätslehrganges für Politische Bildung/ Universität Salzburg-Klagenfurt/MSc,
  • der Lehrauftrag am Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaft/ Universität Wien/Berufspädagogik-Vorberufliche Bildung,
  • der Lehrauftrag am Fachbereich Geschichte/ Universität Salzburg/Lehramt-Didaktik der Politischen Bildung und
  • die Absolvierung des 4. Lehrganges für Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg.
  • Die Auseinandersetzung mit der Fachliteratur erweist sich wesentlich als eine ergänzende Erkenntnisquelle.
1 Einleitung    

Persönlichkeitsbildung erweist sich als eine Zielperspektive pädagogischer Bemühungen im gesellschaftlichen und (gesellschaftlich-)politischen Bereich(vgl. BUDDE-WEUSTER 2016, 1-15; DICHATSCHEK 2017a, 17-18).

  • Gute Schule bietet nicht nur guten Unterricht.
  • Guter Unterricht benötigt auch entsprechende schulkulturelle Voraussetzungen.
  • Unterricht und Schulkultur beeinflussen das Schulklima.
  • Damit können ressourcenstärkende und persönlichkeitsbildende Funktionen eingenommen werden.
Politische Bildung erweist sich als Themenfeld mit den Teilbereichen Soziales Lernen, Erziehung zur Demokratie und Persönlichkeitsbildung(vgl. BUDDE-WEUSTER 2016, 2).

  • Eine Entfaltung der Persönlichkeit als Ziel von Erziehung zum mündigen Bürger gehört zum Standard für die Lehrerbildung.
  • Dies bedarf einer theoretischen Abklärung von Persönlichkeitsbildung(vgl. Kap. 2).
  • Zu beachten ist die Rekonstruktion von Möglichkeitsräumen und die Klärung institutioneller Logiken(vgl. Kap. 5).
2 Theoretische Perspektiven    

Schon Humboldts Bildungskonzeption(1903, 282-285) mit dem Bezug zu Vernunft und Emanzipation versteht Bildung weniger als Selbstzweck und oder Wissensvermittlung, vielmehr Bildung der Persönlichkeit und Individualität(vgl. auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Art. 26 > http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf [15.8.2018]).

Damit ist auch das Ziel Politischer Bildung angesprochen, neben einer gesellschaftlichen Funktion(vermittelt durch die Schule) eine individuelle Funktion (in Form von Mündigkeit durch Fachdidaktik)zu erlangen(vgl. FEND 2006, DICHATSCHEK 2017a).

2.1 Verlagerung der Lebenswelten    

In der Folge wird die Umsetzung kaum bearbeitet, vielmehr eine zunehmende Sozial-Pädagogisierung mit neuen Lehr-Lern-Kulturen bearbeitet(man beachte den Paradigmenwechsel von den Geistes- zu den Sozialwissenschaften; vgl. HELSPER-BÖHME-KRAMER-LINGKOST 2001, DEINET 2001). Zu vermerken ist die zunehmende Notwendigkeit der Kulturwissenschaften bzw. Interkulturalität(vgl. DICHATSCHEK 2017c, 21-32).

  • Es gilt die Vorstellung, dass neben dem Lebensraum auch die Verlagerung der Lebenswelten Lernender in die Schule mit persönlichkeitsbildenden Erziehungsprozessen eine wesentliche Bedeutung erhält.
  • Mit der Ganztagsschul-Entwicklung ergibt sich eine Ausweitung der Aufgaben von Schule(vgl. OTTO 2005; HOLTAPPELS 2008, 495-512). Damit kommt es zu einer Annäherung von Schul- und Sozialpädagogik bzw. der Institution von Schule und Sozialinstitutionen.
  • Neben dem fachlichen Bildungsauftrag nimmt das Verständnis von Allgemeinbildung zu(vgl. Gesundheitsbildung, Medienerziehung, interkulturelle Erziehung).
  • Erzieherische Aufgaben und die Vermittlung von Kompetenzen kommen dazu(vgl. Sexualerziehung, Mobilitätserziehung - Soziale Kompetenz, Lernen lernen).
  • Für die Sozialpädagogik und außerschulische Bildungsbereiche etabliert sich eine Verschulung(vgl. die Diskussion um eine Verschulung im universitären Studium; man beachte Tendenzen einer Verschulung in der Weiterbildung). Damit ist Persönlichkeitsbildung betroffen.
  • Gekennzeichnet ist eine Spannung von Schulpädagogik und Sozialpädagogik.
    • Schule steht für eine Organisation mit gesamtgesellschaftlichen Vorstellungen mit exemplarischer Vermittlung von Gegenständen und Öffentlichkeit im Kontext gesellschaftlicher Funktionen(Reproduktion-Selektion-Partizipation; vgl. FEND 2006).
    • Sozialpädagogik steht für Aspekte einer Einzelfall- und Subjekt-Orientierung, Lebenswelt- und Sozialraumbezug, Freiwilligkeit und Vertrauensbeziehungen(vgl. COELEN 2007, 43-72). Damit ist der Bezug zu einer stärkeren Persönlichkeitsbildung gegeben.
2.2 Handlungsfeld Persönlichkeitsbildung    

Übersicht über das Handlungsfeld Persönlichkeitsbildung


Bildung - Gegenstände: Geschichte-Sozialkunde-Politische Bildung, Lebenskunde, Berufsorientierung - Sprachgegenstände, Ethik, Religion

Fächerübergreifende Prinzipien: Soziales Lernen - Demokratieerziehung - Interkulturelle Erziehung

Beratung: Bildungsberatung, Erziehungsberatung

Fachdidaktik - Didaktiken der Politischen Bildung, des Sprachunterrichts, der Religionspädagogik/ Diakonisches Lernen, des Ethikunterrichts

Lehrerausbildung - Lehrerfortbildung - Lehrerweiterbildung

Sozialpädagogik - Erlebnispädagogik, Sozialkompetenztraining


Soft Skills - Identität - Subjektorientierung

Personale Kompetenz - Soziale Kompetenz - Fach-und Methodenkompetenz - Medienkompetenz - Interkulturelle Kompetenz


Unterricht - Erziehungsstil

Fördermaßnahmen - Begleitung - Anerkennung - Wertschätzung - Beratung (Bildungs-, Erziehungs-)

Pädagogisches Dreieck: Schüler_innen - Lehrer_innen - Eltern


modifiziert nach BUDDE-WEUSTER 2018, 18; vgl. zu Bildung und Kompetenz GRUNERT 2012, 19-78

2.3 Problemlagen    

Es bestehen mehrere Problemlagen, die zu beachten sind.

Zwischen Lernenden und Lehrenden gibt es eine Symmetrie- und Machtantinomie.

  • Lernende sehen Partizipation als eine Art schulische Handlungsaufgabe.
  • Lehrende sind im Spannungsfeld der Eröffnung von Partizipationsmöglichkeiten und einer Einschränkung realer Möglichkeiten durch institutionelle Vorgaben, allerdings mit Möglichkeiten einer standortbezogenenen Schulentwicklung.
Im Folgenden geht es um didaktische Möglichkeitsräume/Aspekte, um Begrenzungen und Trennlinien.

3 Didaktische Aspekte    

Es empfehlt sich, Persönlichkeitsbildung aus erziehungswissenschaftlicher Sicht als kritisch-reflexiver Prozess zwischen Selbst- und Sozialkonzept zu verstehen(vgl. BUDDE-WEUSTER 2016, 5).

In der folgenden Dimensionen bzw. Konzeption widerspiegelt sich auch die Grundsätzlichkeit von Politischer Bildung, wobei über ein Selbstkonzept ein Sozialkonzept und durch Analyse- und Urteilsfähigkeit ein persönliches Politikkonzept entstehen sollte.

3.1 Didaktische Dimensionen    

Aus diesem Verständnis ergeben sich vier Dimensionen, wozu

  • das Selbstkonzept(eigene Wahrnehmung, Bedürfnisse, Interessen, Vorstellungen und Erwartungen),
  • das Sozialkonzept(Strukturierung des Selbstkonzepts),
  • die Urteilsfähigkeit(Verhältnisbildung von Selbst- und Sozialkonzept)und
  • die Partizipationsstruktur(intersubjektiver Erfahrungsraum mit Eigen- und Fremdwahrnehmung) gehören.
Im Zusammenwirken der vier Dimensionen entsteht das Verhältnis zwischen Individuum und Umwelt, wodurch ein Selbst- und Sozialkonzept sich bilden kann(vgl. KANNING 2002, 154-163).

3.2 Didaktische Umsetzung    

Zur didaktischen Umsetzung zur Persönlichkeitsbildung bieten sich im schulischen Alltag

  • alle pädagogischen Angebote der Fächer bzw. Fachkombinationen Sozialkunde-Politischen Bildung, Berufsorientierung und Lebenskunde,
  • der Berufs- und Lebensplanung bzw. Vorberufliche Bildung/Berufsorientierung und
  • Projekte mit (Aspekt-)Erkundungen, Exkursionen und Projektwochen mit Dokumentation und Präsentation an.
  • Anzustreben sind begrenzte Bereiche schulischer Selbstverwaltung, möglicherweise in Form einer standortbezogenen Schulentwicklung(vgl. RIHM 2008).
  • Notwendig ist in der Leistungsbeurteilung der Abbau des Notendrucks.
    • Als Elemente erweisen sich etwa der Lerndialog und die Dokumentation eines zunehmenden Lernfortschritts(vgl. WINTER 2015).
    • Schulrechtlich sind "Verbindliche Übungen " zunehmend von pädagogischem Interesse.
3.3 Methodische Elemente    

Methodisch für eine Persönlichkeitsbildung sind

  • die teilnehmende Beobachtung,
  • die Feldbeobachtung mit Feldprotokoll,
  • themenzentrierte Interviews(vgl. FRIEBERTSHÄUSER 2010, 371-395) und
  • Selbstauskünfte der Befragten
von Interesse.

4 Persönlichkeitsbildung in der Politischen Bildung    

Für eine schulische Politische Bildung ist die gesellschaftliche und individuelle Dimension von Interesse(vgl. DICHATSCHEK 2017a).

Politische Bildungsarbeit in der Schule, aufbauend auf der didaktischen Struktur der Politischen Bildung, ist Bestandteil der Gesamtbildung des Menschen, denn die sogenannte Allgemeinbildung und Berufsbildung bzw. ein Fachmenschentum garantieren noch nicht ein menschenwürdiges Dasein(vgl. FISCHER-HERRMANN-MAHRENHOLZ 1978, 14).

4.1 Ziele    

Ziel des politischen Unterrichts bzw. einer Politischen Bildung ist

  • eine Erziehung zur Demokratie bzw. Partizipation(vgl. BUDDE-WEUBSTER 2018, 351-355),
  • zu kritischer Urteilsfähigkeit und
  • zum Erkennen der politischen, sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge.
  • Ziele, die auf einen Ausgleich sozialer Unterschiede ausgerichtet sind, geraten in Einzelfällen in Widerspruch zu vorhandenen gesamtgesellschaftlichen Zielvorstellungen. In der Folge ist davon auszugehen, dass eine kritische Politische Bildung ein lang dauernder Prozess der Rationalisierung politischer Fragen ist.
4.2 Soziale Aufgabe    

Es ist eine soziale Aufgabe des Bildungssystems eines Staates bzw. einer Gesellschaft,

  • Heranwachsende auf ein Leben in der Gesellschaft vorzubereiten.
  • Dies bedeutet, dass jede Erziehungs- und Bildungsfunktion sozial bedingt ist. Damit ist eine Persönlichkeitsbildung gegeben.
Bildung und das Bildungswesen sind von der Gesellschaft abhängig, Erziehung wirkt wiederum auf die Gesellschaft.

4.3 Schulsystem und Gesellschaftsordnung    

Das Schulsystem ist Repräsentant der jeweiligen Gesellschaftsordnung, daher reproduziert sie auch diese, wenn auch in einer veränderten Form.

  • Bildung und das Bildungswesen können nicht anders als die Grundstruktur der bestehenden Organisation der Gesellschaft sein.
  • Dies widerspiegelt sich in der Entwicklung der jeweiligen Persönlichkeiten bzw. Persönlichkeitsbildung.
5 Rolle der Schule    

Eine zeitgemäße Schule wird eine Schule sein müssen, die sich auch die Bildung der Persönlichkeit ihrer Lernenden zur Aufgabe macht(vgl. BUDDE-WEUSTER 2016, 12-13; 2018, 33-45).

Unterschiedliche schulpädagogische Angebote der Schule, auch in der Möglichkeit einer standortbezogenen Schulentwicklung, lassen die Aufgabe, die ihre Begründung im Übergang zur Weiterbildung und in der Folge in das Berufsleben findet, einer zeitgemäßen gesellschaftlichen Transformation erfüllen(vgl. Kap. 2.2 und 3).

5.1 Bildung eines Selbstkonzepts    

Die Bildung eines Selbstkonzepts der Lernenden gelingt nur in der Gelegenheit zur Perspektivenübernahme.

  • Dazu bedarf es schulischer Angebote im Unterricht und in der Beratung(vgl. BREIDENSTEIN 2010, 869-887).
  • Notwendig ist eine Fort- und Weiterbildung Lehrender(vgl. BREIDENSTEIN-HELSPER-KÖTTERS 2002, 67-86; HELSPER 2011, 149-171; DICHATSCHEK 2017d, 42-49, 50-51) .
5.2 Grenzen des Sozialkonzepts    

Das Sozialkonzept der Schule ist begrenzt, weil Schule und die Schulklasse öffentlich-rechtlich handelt. Partizipationsmöglichkeiten lassen sich anbieten, die allerdings durch schulische Logiken eingeschränkt werden(vgl. PONGRATZ 2008, 243-259).

  • Ganztägige Bildungssysteme können sich ungleich besser einbringen(vgl. OTTO 2005).
  • Zunehmend von Bedeutung sind Wissen und Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Interkulturalität, sowohl bei Lernenden und Lehrenden(vgl. DICHATSCHEK 2017b).
  • Ein notwendiger Freiraum gilt als wünschenswert.
    • Bildungs- und Erziehungspotenziale, die Schule als Institution besitzt, können nur genützt werden, wenn individuelle Entwicklungsprozesse in Form von individuellen Orientierungen, Einstellungen und Handlungen entstehen können(vgl. FUCHS 2001).
    • Es bedarf spezieller Formen einer Subjektivierung, etwa in Projekten unter Einbeziehung externer Lehrender(Lernen an Modellen; vgl. FREY 2007), Projektwochen(vgl. KLIPPERT 1994), Übernahme von leistbaren schulischen Verwaltungsaufgaben und (begrenzte) Mitbestimmung bzw. Mitverantwortung)(vgl. BUDDE 2010, 384-402; unter dem Aspekt der Berufsorientierung und informeller Kontexte BAUER-BITTINGMAYER 2007, 59-79; KAHLERT-MANSEL 2007, 7-16).
Reflexion    

Neben dem qualifizierten Fachunterricht und standortbezognenen Schulentwicklungsprojekten sind Schulen gefordert, persönlichkitsbildende Elemente in ihren Bildungsauftrag aufzunehmen. Daraus entsteht ein eigenständiges Handlungsfeld.

Der Beitrag dokumentiert das Themenfeld Persönlichkeitsbildung im Kontext mit Politischer Bildung, die als vernachlässigte Disziplin zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Im österreichischen Kontext ist Politische Bildung mit dem Fach Geschichte-Sozialkunde verbunden und entsprechend positioniert. Andere Unterrichtsgegenstände wie etwa die Sprachfächer und Geographie/Länderkunde oder Fächer mit Wert- und Normvorstellungen wie die Lebenskunde, der Religions-, Ethik- oder Rechtskundeunterricht ergeben den Bezug zu einem Unterrichtsprinzip.

Kontrovers stellt sich die Frage, ob Schule vorrangig Bildung oder Erziehung zu vermitteln hat.

  • Im Selbstverständnis der österreichischen Schule steht jedenfalls die Vermittlung beider Elemente.
  • Dass dem nicht immer so ist, zeigt sich am Handlungsfeld der Persönlichkeitsbildung. Die vermehrte Nutzung didaktischer Elemente im Kontext einer standortbezogenen Schulentwicklung erscheint notwendig.
  • Zunehmend sind Kompetenzen der Lehrenden und Lernenden erforderlich.
  • Für Lehrende sollten Angebote in der Fort- und Weiterbildung vorhanden sein(Unterricht, Beratung). Zu beachten wäre die interkulturelle Komponente.
  • Schule vereint gesellschaftliche und individuelle Funktionen. Hier setzt auch die Begründung der pädagogischen Bedeutung der Politischen Bildung an.
Literaturverzeichnis    

Angeführt sind jene Titel, die für den Beitrag verwendet und/oder direkt zitiert werden.


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Rihm Th.(Hrsg.)(2008): Teilhaben an Schule. Zu den Chancen wirksamer Einflussnahme auf Schulentwicklung, Wiesbaden

Winter F.(2015): Lerndialog statt Noten. Neue Formen der Leistungsbeurteilung, Weinheim

IT-Autorenbeiträge    

Die Autorenbeiträge dienen der Ergänzung der Thematik.


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Der Beitrag wird laufend aktualisiert.


Zum Autor    

APS-Lehramt (VS-HS-PL/1970, 1975, 1976), zertifizierter Schüler- und Schulentwicklungsberater(1975, 1999), Lehrbeauftragter am PI des Landes Tirol/Berufsorientierung(1990-2002), Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für die APS beim Landesschulrat für Tirol(1993-2002)

Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/Doktorat(1985), des 10. Universitätslehrganges für Politische Bildung/ Universität Salzburg-Klagenfurt/MSc(2008), der Weiterbildungsakademie Österreich/Wien/Diplome(2010), des 6. Universitätslehrganges Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/Diplom(2012), des 4. Internen Lehrganges für Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg/Zertifizierung(2016), des Online-Kurses "Digitale Werkzeuge für Erwachsenenbildner_innen"/ TU Graz-CONEDU-Werde Digital at.-Bundesministerium für Bildung/ Zertifizierung(2017), des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium-Comenius Institut Münster/Zertifizierung(2018)

Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaft/ Universität Wien-Berufspädagogik-Vorberufliche Bildung(1990/1991-2010/2011), am Fachbereich Geschichte/ Universität Salzburg/Lehramt-Didaktik der Politischen Bildung(ab 2015/2016)

Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche A. und H.B.(2000-2011), stv. Leiter des Evangelischen Bildungswerks in Tirol(2004-2009, ab 2017), Kursleiter/Lehrender an den Salzburger VHSn Zell/See, Saalfelden, Mittersill und Stadt Salzburg(ab 2012)

Aufnahme in die Liste der sachverständigen Personen für den Nationalen Qualifikationsrahmen/NQR/Koordinierungsstelle für den NQR/Wien(2016)


MAIL dichatschek (AT) kitz.net

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 16. August 2018