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Hans Czermak Preis

Hans-Czermak-Preis für gewaltfreie Eriehung. Wird vom VerbandWienerVolksbildung alle zwei Jahre vergeben und ist mit € 2.200 dotiert.

Dem 1989 verstorbenen Kinderarzt HansCzermak ist es zu verdanken, dass Gewalt in der Erziehung in Österreich gesetzlich verboten ist.

Preisträger (u.U. nicht vollständig, aus dem Internet recherchiert):

  • 1992, Friedrich Ch. Zauner, http://members.nusurf.at/zauner/
  • 1993, das Musical "Dunkle Augen – Schwarzes Haar" [1]
  • 1993, JosefChristianAigner (für publizistische Verdienste gegen die Gewalt an Kindern)
    • Wolfgang Verocai, Doris Groeblacher (Choreographie)
  • 1994, Lehrerkollegium der Volksschule Hitzendorf
  • 1994, Christine Nöstlinger
  • 2000, Dr. Franz Huainigg (für das Projekt "Schülerradio 1476")
  • 2002, Rosa Logar (Obfrau der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser)

Aus der PRESSEINFO der Volkshochschule vom 5.12.1993

Volksschule Hitzendorf

Als zweites Projekt zeichnete die Jury die Aktivitäten des Lehrerkollegiums der Volksschule Hitzendorf in der Steiermark aus. Am Beginn der Unterschriftenaktion stand ein Gespräch im Konferenzzimmer der Volsschule Hitzendorf über die Auswirkungen des Fernsehkonsums auf die Schüler, beschlossen einige Lehrer aktiv zu werden und dem Motto von Albert Einstein zu folgen: "Die Gefahr ist, daß jeder untätig darauf wartet, daß andere für ihn handeln!"

Die ersten 300 Unterschriften wurden an den ORF Generalindentant geschickt, mit dem Vorschlag gewalttätige Filme zu kennzeichnen. Da sich der ORF nicht zuständig erklärte und auf die Printmedien verwies, versuchten die Lehrer in Kontakt mit der "Kleinen Zeitung" zu kommen. Die Ausweitung der Unterschriftenaktion war ein gewaltiger Erfolg, denn es wurden nahezu 200.000 Unterschriften gesammelt und Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky übergeben.

Der Friede Kommt aus den Kinderzimmern

"Rechtzeitig zur dritten Preisverleihung [1994]des Hans-Czermak-Preises ist die Dokumentation "Der Friede kommt aus dem Kinderzimmer". Hans Czermak: Annäherung, Auftrag, Verpflichtung" erschienen. Die Herausgeberinnen Liselotte Filla, Christina Kleemann und Helena Verdel haben mehr als nur eine Hommage an Hans Czermak zusammengestellt und die Gründungsgeschichte des Preises beleuchtet. Es geht ihnen darum, die vielen GesichterDerGewalt bewusst zu machen. So finden sich unter anderem Beiträge über Streß als eine Form der Gewalt und zum Verhältnis von Medien und Gewalt. Im Kapitel "Seid hübsch, artig und fromm" analysiert unter anderem Rudolf Egger das Paradies mit dem Stacheldrahtzaum (Von der Erfindung der Kindheit zu den Kindern der Jetztzeit). Ernst Schwager geht der Frage nach, ob die Erziehungsverantwortung von Eltern an die Schule delegiert wird. Eine Dokumentation über drei Jahre Hans-Czermak-Preis rundet das Bild ab.


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© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am January 12, 2003