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Traumapädagogik

Traumapädagogik    

Eine Annäherung an Aspekte der Erwachsenbildung    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Traumapädagogik   
Eine Annäherung an Aspekte der Erwachsenbildung   
1 Vorbemerkung   
1.1 Bedeutung der Traumapädagogik   
1.2 Bedeutung der Krisenpädagogik   
1.3 IT - Hinweise   
2 Einleitung   
2.1 Interkulturelle Felder   
2.2 Identitätsarbeit   
3 Online - Lehrgang Traumapädagogik   
3.1 Unterrichtseinheiten   
3.2 Grazer Amoktat 2025   
3.3 Pressehinweis   
Literaturhinweise Traumapädagogik   
4 Familienpolitik   
4.1 Gerechtigkeit - Nachteilausgleich   
4.2 Effizienz von Maßnahmen   
4.3 Nachhaltige Familienpolitik   
4.4 Familienpolitik im europäischen Kontext   
4.5 Literaturhinweise Familienpolitik   
Dokumente   
Zum Autor   

1 Vorbemerkung    

Traumapädagogik (Trauma von altgriech. τραῦμα „Wunde“, Pädagogik von griechisch παιδαγωγία „Erziehung, Unterweisung“) wird als Sammelbegriff für die pädagogischen Ansätze und Methoden bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen/ Eltern, in der Kinder- und Jugendhilfe und aktuell im interkulturellen Bereich, bezeichnet. Traumapädagogik entwickelte sich aus der Zusammenarbeit von Therapie und Pädagogik.

1.1 Bedeutung der Traumapädagogik    

Dieses Konzept versucht Wissen und Erkenntnissen der Erziehungswissenschaften, der Psychotraumatologie, der Bindungstheorie, der Resilienzforschung und der Traumatherapie einzusetzen, da das Wissen um Traumata ein sehr hilfreiches Element der Pädagogik ist, besonders mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen.

Die Traumapädagogik transferiert psychologisches Wissen in das pädagogische Feld.

  • Ziel der Traumapädagogik ist die emotionale und soziale Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen.
  • Grundlage hierfür ist ein positives Verständnis der Person.
  • Zentral ist die Annahme eines Grundes für das herausfordernde Verhalten.
  • Angestrebt wird die Schaffung eines sicheren Ortes mit verlässlichen und vertrauensvollen Beziehungen.
  • Dabei spielen die Erarbeitung eines Verständnis und der Aufbau von Vertrauen und die Unterstützung bei der Bewältigung von traumatischen Ereignissen eine wichtige Rolle.
  • Traumapädagogik stellt ein pädagogisches Konzept der Pädagogik in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dar. Sie ist orientiert an psychologischer Traumatheorie, das Verhalten von betreuten Personen zu verstehen. Es bedarf keines psychologischen Therapiesettings und ist auch keine konkrete Vorgehensweise in Konfliktsituationen mit Kindern und Jugendlichen.
1.2 Bedeutung der Krisenpädagogik    

Dieser Ansatz konzentriert sich auf die unmittelbare Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen.

  • Ziel ist die Stabilisierung der Betroffenen. Die Handlungsfähigkeit sollte wiederhergestellt werden. Eine Begleitung bei der Bewältigung der Krise wird angestrebt.
  • Kernprinzipien sind eine schnelle Intervention mit rascher Unterstützung in der akuten Situation, eine Wiederherstellung der emotionalen und sozialen Stabilität, Aktivierung vorhandener Stärken und Fähigkeiten und Einbeziehung der Betroffenen in die Lösungsprozesse.
1.3 IT - Hinweise    

https://de.wikipedia.org/wiki/Traumapädagogik#:~:text=Traumapädagogik stellt ein pädagogisches Konzept,von betreuten Personen zu verstehen (16.5.2025)

https://www.traumapaedagogik.at/ötpz/seminare-und-zertifikatslehrgänge/ (20.5.2025)

https://www.apk.tirol/wp-content/uploads/2024/08/Traumapaedagogik_Curriculum_Jugendland-Homepage.pdf (20.5.2025)

https://www.krisenpaedagogik.net/krisenpaedagogik (16.5.2025)

https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/224632 (16.5.2025)

https://tirol.orf.at/stories/3308646/ (10.6.2025)

2 Einleitung    

Während Traumatherapie und Traumaberatung als psychosoziale Hilfeverfahren bereits gut etabliert sind, haben traumapädagogische Konzepte erst in den letzten Jahren an Verbreitung gewonnen.

2.1 Interkulturelle Felder    

Mitarbeitende in psychosozialen und Lehrende in interkulturellen Feldern sollen – einerseits durch spezifische Fort- und Weiterbildungen und andererseits durch die Schaffung tragfähiger Strukturen in den Institutionen – bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe unterstützt werden.

Unsere heutige Gesellschaft bietet eine Reihe von Möglichkeiten für individuelle Lebensformen.

  • Die fortgeschrittene Pluralisierung von Selbst- sowie Weltbildern und die Beschleunigung der Wandlungsprozesse bieten daher nicht nur immer mehr Freiheitsgrade, sondern erfordern von Heranwachsenden und Erwachsenen auch weitreichende Fähigkeiten, vor allem eine hohe Flexibilität.
  • Während in der Vergangenheit lineare Lebensverläufe üblich waren, sind diese heute seltener geworden.
  • Zunehmend wird interkulturelle Kompetenz und Erwachsenenpädagogik in den Bildungsbereichen notwendig.
    • Gefordert ist besonders der sekundäre/ Schule, tertiäre/ Hochschule und quartäre/ Erwachsenenbildung Bereich.
    • Mit der Verkleinerung vordefinierter Räume und der Vergrößerung individueller Spielräume steigt der Gestaltungsdruck.
  • Vermehrt zu beachten ist die Rolle der Lehrenden als Coach in Lehr- und Lernprozessen.
Personalentwicklung Lehrender als Coach




Seminarteilnahme


2.2 Identitätsarbeit    

Resultat ist ein Freiraum und Zwang zu aktiver Identitätsarbeit. Wer mit einer guten Ressourcenausstattung die Bedingungen flexibel zu nutzen weiß, sieht sich einem attraktiven Angebot an Lebenswegen und Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber.

Zugleich sind aber auch vielfältige Übergänge und Brüche dabei zu bewältigen. Dadurch entsteht ein zunehmender Verlust sozialer Einbindung und kultureller Einbettung.

  • Benachteiligte und beeinträchtigte Menschen geraten auf diese Weise nicht selten ins Abseits, in Diskriminierungs- und Stigmatisierungsverhältnisse. Diese Tatsache gilt insbesondere für frühe Verletzungen, Vernachlässigung und Gewalt. In einer umfassenden Studie zu frühen Traumata in der Kindheit (FELITTI 2002) zeigte sich. Menschen, die ein frühes Trauma erlitten haben, leiden ungleich häufiger an Armut, Arbeitslosigkeit, Mittellosigkeit, unzureichender oder unsicherer Unterkunft bzw. Wohnungslosigkeit, sind somit stärker sozial gefährdet und sterben deutlich früher als Menschen ohne solche Belastungen.
  • Um psychosoziale Versorgung an diesem Bedarf zu orientieren, muss daher eine adäquate professionelle Antwort auf die Überforderungen durch psychosoziale Verarbeitungsprozesse aktueller Lebensverhältnisse bereitgestellt werden – für alle darin lebenden Menschen. Dafür bedarf es der Entwicklung geeigneter Konzepte. In diesem Kontext ist Traumapädagogik entstanden.
  • Während Traumatherapie und Traumaberatung in der Hilfelandschaft bereits weitgehend etabliert sind, haben traumapädagogische Konzepte, die sich alltagsorientiert auch dem Betreuungskontext widmen, erst in den letzten Jahren an Verbreitung gewonnen (vgl. für einen Überblick WEISS et al. 2025).
IT - Hinweis

https://link.springer.com/article/10.1007/s11620-021-00610-3 (17.5.2025)

3 Online - Lehrgang Traumapädagogik    

Im Folgenden wird der Fernlehrgang Traumapädagogik des "Verbandes Österreichischer Volkshochschulen" in seiner Struktur vorgestellt.

3.1 Unterrichtseinheiten    

7 Unterrichtseinheiten

1. Termin 5.6.2025 14 - 17 Uhr

- Einstieg in die Thematik

- Flucht - Fluchtbewegungen und Fluchtgründe

- Trauma - Definitionen

- Notfallprogramm - Grundbedürfnisse - Schutzfaktoren/ Resilienz

- Übung - Traumort zeichnen

Quelle

Susanne Klingseisen(2025): Lernraum Wien/ Lernraum Wien/ Wiener Volkshochschulen - Folien

Literaturhinweis

Preitler B. (2016): An ihrer Seite sein - Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen, Innsbruck - Wien - Bozen

2. Termin 12.6.2025 14 - 18 Uhr

- Einstieg in die Thematik

- Übungen zur Konzentration

- Ablauf des Moduls "Traumapädagogik für alle" - Menschen mit Verletzungen

- Prozess zwischen sozialer Umwelt und subjektiven Befindlichkeiten - Unsicherheit - Grundbedürfnisse - Familie und Freunde, Arbeit - Berufsmöglichkeiten, Stabilität - Sicherheit, Bildung - Sprache - Unterricht/ Interaktion - Geduld

- Trauma - Lernen, Angebote - Herausforderungen/ Lerntempo und Beziehung - Prinzipien - Lernmethoden, Festigung der Lerninhalte, Gruppenarbeit/ Austausch, Mehrsprachigkeit - Rituale

- Übertragungsphänomene - Retter -Täter - Opfer - Selbst/ Problemumgang - Haltungen: Beziehungen - Interaktion, Sicherheit, Ermutigung, Offenheit im Lernprozess, Wahrnehmung vom Gefühlen, Benennung der Situation mit Gründen

- Ausstieg aus der Dissoziation - Musterunterbrechungen

Quelle:

Gerhild Ganglbauer (2025): Lernraum Wien/ Lernraum Wien/ Wiener Volkshochschulen - Folien


3.2 Grazer Amoktat 2025    

Eine traurige Realität ergibt sich aus den Ereignissen vom 11. Juni 2025 in Graz.

Traumapädagogik erhält für Lernende und Hilfestellungen für Lehrende und Eltern eine aktuelle Bedeutung.

IT - Hinweise

https://steiermark.orf.at/stories/3308953/ (12.6.2025)

https://orf.at/stories/3396536/ (12.6.2025)

https://www.bmb.gv.at/Themen/schule/krisenfall_graz.html (13.6.2025)

11. Juni 2025

Amoklauf und Messerattacke an Schulen: Was tun?

In einem Gymnasium im österreichischen Graz hat am Dienstag ein 21 Jahre alter ehemaliger Schüler neun Jugendliche und eine Lehrkraft erschossen, anschließend beging er Selbstmord. Gleichentags tötete im französischen Nogent - sur - Marne ein 14-Jähriger bei einer Taschenkontrolle am Schuleingang eine Mitarbeiterin mit einem Messer. Europas Presse diskutiert angesichts dieser Taten, wie und ob Schulen sicherer gemacht werden können.

Kreislauf der Gewalt

Die Schriftstellerin Nicoletta Verna nimmt in La Stampa das Thema Mobbing unter die Lupe.

„Es geht um ein Phänomen, das seit Langem bekannt ist, aber nie vollständig in den Blickpunkt gerückt wurde: den Opfer - Täter - Kreislauf. Täter sind häufig Personen, die selbst gemobbt wurden. ... Aus einer im Jahr 2023 in Australien durchgeführten Studie geht hervor, dass etwa ein Viertel der Mobbingopfer ein aggressives Verhalten entwickelt. ... Es geht nicht um 'Rache', sondern um die Nachahmung eines Musters. Es ist der Glaube, dass man nur akzeptiert werden kann, wenn man das, was man erdulden musste, anderen zufügt. ... Mobbing schafft einen ständigen Kreislauf der Gewalt.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert sowohl eine wachsende Bewaffnung als auch effekthascherische Berichterstattung.

„Es macht unser tägliches Leben nicht sicherer, wenn Schusswaffen leichter verfügbar werden. In Österreich hat die Zahl der zugelassenen Waffenbesitzer in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen, von 200.000 auf 270.000 binnen zehn Jahren. ... Das andere ist ein widerlicher Voyeurismus, der schon kurz nach der schlimmen Tat an der Grazer Schule im Netz feilgeboten wurde. Da kursierten auf allen möglichen Plattformen Bilder vom Polizeieinsatz, der Evakuierung der Schule, ja, sogar von angeblichen Leichensäcken. ... Medien, die sie sich verschaffen und mit Schlagzeilen über 'Horror-Szenen?' anpreisen, gehören geächtet. Auch deshalb, weil dergleichen Nachahmer reizen könnte.“

Le Quotidien schließt nicht aus, dass immer striktere Vorsichtsmaßnahmen gegen Jugendgewalt getroffen werden müssen.

„Während in Österreich die Ermittlungen zur unfassbaren Bluttat von Graz gerade erst beginnen, hat die französische Regierung beschlossen, schnell zu reagieren und den Verkauf von Messern an Minderjährige zu verbieten. Ein Verbot, das auch Internetseiten betreffen wird. Frankreichs Präsident kündigte an, soziale Netzwerke für unter 15-Jährige zu sperren, falls die EU das nicht tut. ... Ja, so weit ist es gekommen. ... Müssen wir noch weiter gehen? Immer weiter?“

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn

https://www.eurotopics.net/de/340200/amoklauf-und-messerattacke-an-schulen-was-tun (12.6.2025)

3.3 Pressehinweis    

SN - Online 16. Juni 2025 18:10 Uhr

Salzburger Nachrichten, 20.6.2025, 20

Grazer Amoktat und Traumapädagogik

Gleichzeitig mit der Amoktat in Graz tötete im französischen Nogent - sur - Marne ein 14-Jähriger bei einer Taschenkontrolle am Schuleingang eine Mitarbeiterin mit einem Messer. Europas Presse diskutiert angesichts dieser Taten, wie und ob Schulen sicherer gemacht werden können. Die traurigen Ereignisse in ihrer Duplizität zeigen eine Gewaltzunahme im schulischen Bereich, die europaweit vorhanden ist. Gefordert ist neben der sozialen Umwelt nunmehr auch der junge Bereich der Traumapädagogik in seiner Bedeutung. Resultat ist ein Freiraum und Zwang zu aktiver Identitätsarbeit. Zugleich sind aber auch vielfältige Übergänge und Brüche dabei zu bewältigen. Dadurch entsteht ein zunehmender Verlust sozialer Einbindung und kultureller Einbettung. Benachteiligte und beeinträchtigte Menschen geraten auf diese Weise nicht selten ins Abseits, in Diskriminierungs- und Stigmatisierungsverhältnisse. Um psychosoziale Versorgung an diesem Bedarf zu orientieren, muss daher eine adäquate professionelle Antwort auf die Überforderungen durch psychosoziale Verarbeitungsprozesse aktueller Lebensverhältnisse bereitgestellt werden für alle darin lebenden Menschen. Dafür bedarf es der Entwicklung geeigneter Konzepte. In diesem Kontext ist Traumapädagogik entstanden. Während Traumatherapie und Traumaberatung in der Hilfelandschaft bereits weitgehend etabliert sind, haben traumapädagogische Konzepte, die sich alltagsorientiert auch dem Betreuungskontext widmen, erst in den letzten Jahren an Verbreitung gewonnen. Ihre notwendige Umsetzung erhält eine traurige Realität.

Dr. Günther Dichatschek MSc, 6370 Kitzbühel

Literaturhinweise Traumapädagogik    

Adl - Amini B.(20029: Krisenpädagogik. Veränderung und Sinn, Hanau

Baierl M . - Frey K. (Hrsg.) (2016): Praxishandbuch Traumapädagogik. Lebensfreude, Sicherheit und Geborgenheit für Kinder und Jugendliche, Paderborn

Bausum J.- Besser L.-U. - Kühn M . - Weiss W. (Hrsg.) (2023): Traumapädagogik. Grundlagen, Arbeitsfelder und Methoden für die pädagogische Praxis, Weinheim - Basel

Berndt Chr. (2013): Resilienz der psychischen Widerstandskraft. Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn - out, München

Castello A. (Hrsg.)(2013): Entwicklungsrisiken bei Kindern und Jugendlichen. Prävention im pädagogischen Alltag, Stuttgart

Felitti, V. J. (2002). Belastungen in der Kindheit und Gesundheit im Erwachsenenalter: die Verwandlung von Gold in Blei. Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 48(4), 359–369 > http://www.fruehe-kindheit.net/download/Gold-zu-Blei-2002.pdf (17.5.2025)

Fröhlich - Gildhoff Kl. - Rönnau - Böse M. (2022): Resilienz, utb 3290, München

Hantke L. - H.-J. Görges (2023): Handbuch Traumakompetenz. Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik, Paderborn

Jegotka R. - Luitjens P. (2016): Systemische Traumapädagogik. Traumasnsible Begleitung und Beratung in psychosozialen Arbeitsfeldern, Göttingen

Klein J. - Erlacher M. - Macsenaere M. (2003) : Die Kinderdorf - Effekte - Studie, Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKL), Mainz

Kühn M. (2008): Wieso brauchen wir eine Traumapädagogik? Annäherung an einen neuen Fachbegriff, in: Schmid M. - Fegert J. M. (Hrsg.): Trauma & Gewalt. 2, Ausgabe 4/ 20008, Themenheft Traumapädagogik 2008, 318–327

Precht A. ((2023): Der Trauma - Notfallkoffer: Praktische Übungen zur Selbsthilfe. Für mehr Stabilität und innere Ruhe im Alltag, Stuttgart

Preitler B. (2016): An ihrer Seite sein - Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen, Innsbruck - Wien - Bozen

Prölß A. (2024): Traumapädagogik in der Schule, Mühlheim an der Ruhr

Reichart T.- Pusch Cl. (2023): Resilienz - Coaching. Ein Praxismanual zur Unterstützung von Menschen in herausfordernden Zeiten, Wiesbaden

Staub T. - Seidl S. (2024): Traumapädagogik: Grundlagen und Praxiswissen (Kindheits-) Trauma und traumapädagogische Standards, Berlin

Stähli O.- Tillmann A. - Tänzler B. (2025): Angewandte Traumapädagogik: Ein Praxisbuch, München

Weiss W.- Kessler T. - Gahleitner S. (Hrsg.) (2025): Handbuch Traumapädagogik, Weinheim

4 Familienpolitik    

Im Folgenden geht es um politische Elemente einer Unterstützung mit den Elementen der Gerechtigkeit und des Nachteilausgleichs, der Effizienz von Maßnahmen, einer Nachhaltigkeit und dem europäischen Kontext.

Der IT - Hinweis weist auf eine aktuelle Arbeit im "Forum Salzburger Volkskultur" von Rüdiger OPELT (2025) Seelische Verletzungen in Familien. Die Auswirkungen zeitgeschichtlicher Gewalttraumata – Langtext > https://www.brauch.at/folge03/ch08s14.html (8.6.2025).

4.1 Gerechtigkeit - Nachteilausgleich    

Es geht grundsätzlich um die Stärkung der Familien, der Elternrechte, die Erziehung der nachwachsenden Generation, die innerfamiliären Beziehungen und aktuell um integrative Maßnahmen von zugezogener Familien. Es geht auch um einen Abbau der patriarchalen Stellung autoritärer Väter als Ursache autoritärer Charakterstrukturen (vgl. ADORNO/ FRENKEL - BRUNSWICK/ LEVINSON/ SANFORD 1950; HENTSCHKE 2001; BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 327-328).

  • Es geht um den verfassungsgemäßen Schutz von Ehe und Familie.
  • Es geht um die Erziehung und Pflege der Kinder als Recht und Pflicht der Eltern.
  • Erziehungsberechtigung bedeutet nur dann einen Eingriff des Staates, wenn diese versagt oder Verwahrlosung droht.
  • Mütter haben den Anspruch auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft.
  • Die Gesetzgebung verschafft unehelichen Kindern die gleichen Bedingungen für ihre Entwicklung und gesellschaftliche Stellung wie den ehelichen.
  • Der Staat wacht über die Wahrnehmung der Rechte und Pflichten und besitzt das Recht einzugreifen.
Unabhängig von der Lebensform gibt es die Fürsorge- und Erziehungspflicht der Eltern bzw. des/ der Erziehungsberechtigten. Familienpolitik steht in enger Verbindung mit Sozial-, Frauen-, Bildung-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik.

Nicht nur die Regierung und das Parlament sind in der Pflicht, auch die Rechtsprechung und völkerrechtliche Grundrechte schützen die "Familie", d.h. das Familienleben, das Recht auf Gründung einer Familie, das Erziehungsrecht, das Umgangsrecht der Kinder mit den Eltern bzw. der Eltern mit den Kindern und der rechtliche und wirtschaftliche Schutz von Familien einschließlich des Anspruchs auf Mutterschafts- und Elternurlaub steht unter einem besonderen Schutz.

Dies zeigt sich etwa in der "Grundrechtscharta der EU 2010" in den Kapiteln 7,9,14,24 und 33.

Angesichts des umfassenden parlamentarischen und rechtlichen Rahmens versteht es sich von selbst, dass es ein eigenes Familienministerium gibt.

  • Familienpolitik, Sozialpolitik und Frauenpolitik ist hier gekennzeichnet durch Gerechtigkeitsregeln und einen Nachteilsausgleich.
  • In diesem Konzept spielt der Interessensausgleich der Eltern und Kinder eine wesentliche Rolle.
  • Damit ist die Gleichberechtigung der Ehepartner angesprochen (vgl. beispielhaft in der Erziehung und Arbeitswelt; siehe die IT -Autorenbeiträge http://www.netzwerkgegengewalt.org > Index: Erziehung, Vorberufliche Bildung in Österreich, Gender).
4.2 Effizienz von Maßnahmen    

Familienpolitische Ziele ergeben sich hier

  • in der Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität von Familien,
  • der Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • dem Wohlergehen der Kinder und einer positiven Entwicklung der Fertilität.
  • Damit soll es zu einer Stärkung und Entwicklung des Humanvermögens kommen (vgl. die wirtschaftlich selbständige Familie und die eigenständige Fürsorgeleistung für ihre Kinder; BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 333).
Man hat ebenfalls in diesem Kontext zu bedenken, dass die Frage einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf sich bei einer allleinerziehenden Mutter anders darstellt als bei einer Familie mit Mutter und Vater oder bei einer Familie mit mehreren Kindern.

Umstritten ist ebenfalls die Fertilitätsrate, wie hoch sie für die Sicherung des Humanvermögens der Gesellschaft sein sollte und in welcher Form überhaupt ein Einfluss der Familienpolitik anzunehmen ist (vgl. LUTZ 2008, 17 - 24; GAUTHIER 2007, 323 - 346).

Plädiert wird für die Umsetzung von Teilzielen familienpolitischer Maßnahmen und Annahmen für die Wirkung dieser Ziele. "Denn Mütter und Väter haben auch unabhängig von ihren unterschiedlichen Qualifikationen in ihrer Sozialisation bestimmte Präferenzen entwickelt, die die Wirkung von Maßnahmen in erheblichem Umfang beeinflussen können" (BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 334).

Zudem spielen geschlechtsspezifische Sozialisationserfahrungen eine Rolle. Man denke nur an die Tendenz in Europa, dass Mütter Kinder und Beruf als Lebensziel mit der Präferenz für Kinder ansehen, während Väter dem Beruf ein höheres Gewicht geben. In der Praxis wird auf solche Differenzierungen verzichtet. Es kommt eher zu Generalisierungen, etwa erhöhte Kinderleistungen lassen erhöhte Kosten beim Staat entstehen, es kommt zu verringerten Arbeitszeiten von Müttern. Daher kommt es zu geringeren Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen (Reduzierung auf das ökonomische Prinzip).

Der Neoliberalismus unterstellt, dass das menschliche Wohlbefinden dann am größten ist, wenn die Gesellschaft allein durch den Markt reguliert wird. Die staatliche Aufgabe ist daher auf die Herstellung einer Marktfreiheit begrenzt. Es kommt zur paradoxen Annahme, dass das Wohlbefinden der Familie und ihrer Mitglieder dann maximiert wird, wenn sie zunehmend individuell marktabhängig sind. Dem Staat fällt in diesem Modell keine Rolle zu, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Familien ihre Freiheit auch leben können (vgl. BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 335-336).

Im internationalen Vergleich sind die Annahmen über Wirkungen familienpolitischer Maßnahmen umstritten. ADEMA (2012, 487-498) weist im OECD - Vergleich darauf hin, dass Mütter mit mehreren Kindern in allen OECD - Ländern eine geringere Arbeitszeit aufweisen als Mütter mit einem Kind (vgl. Skandinavien, UK und die USA, auch die EU - Staaten im Süden und F). Der Zeitrahmen hängt wesentlich von Alter und der Zahl der Kinder ab.

Es zeigt sich das Dilemma, dass eine neoliberale Familienpolitik die Perspektive der Präsenz der Eltern am Arbeitsmarkt mit Verbesserungen vorrangig betrachtet.

Es wird also deutlich, dass die Wirkung von familienpolitischen Maßnahmen ohne die Berücksichtigung individueller Präferenzen und Lebensentwürfe der Eltern an der Realität der Eltern vorbeigeht (vgl. BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 337).




4.3 Nachhaltige Familienpolitik    

Mit der Einflussnahme von US - Vorstellungen auf die Familienpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg, zunächst in Deutschland, folgen Konzepte der OECD mit einer Fülle internationaler Vergleiche zu familienpolitischen Leistungen.

Wesentlich scheint die Erkenntnis, dass nationale Familienpolitik die Basis von internationalen Vergleichsdaten benötigt.

Der Wandel der familiären Lebensformen, alleinerziehende Eltern (-teile), die Konzentration bestimmter Migrantengruppen in bestimmten Regionen, eine zunehmende berufliche Qualifikation von Müttern mit Kindern, ein Wandel ökonomischer Strukturen und der Rückgang der Kinderzahlen sind nicht nur nationale Merkmale.

Europäische Länder führen ebenfalls diese Diskussionen, eine internationale Perspektive erleichtert den Diskurs. Dies ist wichtig, weil die kulturell unterschiedlichen Entwicklungen in einzelnen Ländern die Möglichkeit ergibt, Stärken und Schwächen von familienpolitischen Maßnahmen zu prüfen.

Thesen wie die Erhöhung des Kindergeldes bzw. der Familienbeihilfe würden bei schlecht Qualifizierten niedrig bezahlte Arbeit aufgeben, lässt sich ebenso prüfen wie etwa die These, eine größere Präsenz am Arbeitsmarkt verringere die Kinderarmut.

Zudem hat die EU - Grundrechtscharta 2010 eine klare rechtspolitische Struktur geschaffen, mit der nationale Familienpolitik sich in den einzelnen Ländern zu bewegen hat (Schutz der Familie, Mutterschutz, Elternurlaub, Erziehungsrecht; vgl. BERTRAM - DEUFLHARD 2014, 339-340). Damit wird festgestellt, dass ein Mitgliedsstaat der EU sehr wohl Familienpolitik auf die gleichen Grundlagen aufbauen kann, die in anderen EU - Staaten gelten (vgl. MITTERAUER 2003).




4.4 Familienpolitik im europäischen Kontext    

Die knappen Prinzipien einer nachhaltigen Familienpolitik zeigen an, dass Neudefinitionen bzw. neue Überlegungen notwendig werden.

  • Horizontale Gerechtigkeit sollte das klassische Modell eines sozialen Ausgleichs sicherstellen. Eltern sollen finanziell gegenüber Nicht - Eltern benachteiligt werden. Eine Gesellschaft kann erwarten, dass Mütter und Väter gleichberechtigt ihre Existenz sichern, sie kann aber auch erwarten, dass noch zusätzlich die Existenz des Kindes gesichert ist(vgl. das Leistungsprinzip und Sozialprinzip).
  • Gleichberechtigung von Frauen und Männern - kodifiziert in der Bundesverfassung und EU - Charta 2010 - ist nur dann realisierbar, wenn eine Familienpolitik sicherstellen kann, dass Fürsorge- und Erziehungsleistung für Kinder und den Lebensvorstellungen der Eltern mit ihrem Können und Vermögen am Arbeitsmarkt in den einzelnen Altersphasen des Kindes eine Balance hergestellt wird. Diese "Work - Life - Balance" beinhaltet eine Sicherstellung von Kinderkrippen bis zu infrastrukturellen Angeboten für Kinder und Heranwachsende.
  • Nachhaltige Familienpolitik wäre in einem Irrtum zu glauben, dass ein solcher Ausbau ausreichend wäre, um die Entwicklung von Kindern und Heranwachsenden sicher zustellen. Ein solcher Prozess benötigt nicht nur institutionelle Orte und die Familie, vielmehr wird er auch positiv durch kommunale und soziale Einrichtungen und dem Elternhaus so gestaltet, dass zu Erziehende im unmittelbaren Nahbereich positive Erfahrungen sammeln können.
  • Gefordert ist eine konsequente Ablehnung von familialer Gewalt und damit einer Förderung familialer Erziehung und konsequenter Unterstützung familialer Bindung (vgl. SCHREIBER 2015, 162-171).
  • Gefordert sind Impulse bzw. Initiativen der Bildungs-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.
    • Für Randgruppen und Zuwanderer spezifische Angebote sind vermehrt einzufordern.
    • Fürsorge für andere kostet Zeit. Diskriminierungen ergeben sich, wenn man sich ausschließlich am Muster beruflicher Karrieren orientiert (vgl. die Bemühungen um eine vermehrte Bedeutung und Unterstützung von Freiwilligentätigkeiten/ "Ehrenamtlichkeit" und deren Notwendigkeit einer Koordination > DICHATSCHEK 2012/2013, 688-692).
  • Die größte Herausforderung von Familienpolitik für die Zukunft dürfte wohl bei der Fürsorge für Kinder und Ältere darin bestehen, die die Lebensverläufe und ihre Fürsorgeleistungen zu keinen Benachteiligungen kommen zu lassen. Erst bei einer vielgestaltigen Organisation der Lebensverläufe ist eine soziale Gerechtigkeit nach dem Verständnis von Nachhaltigkeit erreicht.
  • Für die Bildungseinrichtungen gelten in jedem Fall, dass Voraussetzungen und Standards, entsprechende Elemente, Methoden und Unterrichtsplanungen sowie Qualitäten einer Inklusion dringend einzufordern sind (vgl. REICH 2014). Damit ist auch der gesamtgesellschaftliche Rahmen abzustecken.
Fortbildung


4.5 Literaturhinweise Familienpolitik    

Adorno Th./ Frenkel - Brunswik E./ Levinson D.J./ Sanford R.N. (1950): The Authoritarian Personality Studies in Prejudice Series, Vol. 1, New York

Angell R.C. (1936): The Family Encounters the Depression, New York

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Becchi E. - Julia D. (Hrsg.) (1998): Histoire de l' enfance en occident, Paris

Bertram H. - Deuflhard C. (2014): Familienpolitik gerecht, neoliberal oder nachhaltig?, in: Steinbach A. - Hennig M. - Becker O.A. (Hrsg.): Familie im Fokus der Wissenschaft, Wiesbaden, 327-352

Bock G. (2000): Frauen in der Europäischen Geschichte, München

Bologne J.C. (2004): Histoire du celibat et des celibataires, Paris

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Burguiere A. (1996): Geschichte der Familie, 4 Bd., Frankfurt/M. - New York

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Coleman D.A. (2002): Populations of the industrial world - a covergent demographic community?, in: International journal of population geography 8/2002, 319-344

Dichatschek G. (2012/2013): Ehrenamtlichkeit in der Erwachsenenbildung, in: Amt und Gemeinde 20102/2013, Heft 4, 688-692

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Gestrich A. (1999): Geschichte der Familie im 19. und 20. Jahrhundert, München

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Weiterbildung










Zum Autor    

APS - Lehrer/ Lehramt für Volks- und Hauptschule (D, GS, GW) sowie Polytechnischer Lehrgang (D, SWZ, Bk); zertifizierter Schüler- und Schulentwicklungsberater; Lehrbeauftragter am Pädagogischen Institut des Landes Tirol/ Berufsorientierung bzw. Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für APS - Lehrer/ Landesschulrat für Tirol (1994 - 2003)

Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaft/ Universität Wien/ Aus- und Weiterbildung/ Vorberufliche Bildung (1990/ 1991- 2010/2011); Lehrbeauftragter am Sprachförderzentrum des Stadtschulrates Wien/Interkulturelle Kommunikation (2012); Lehrbeauftragter am Fachbereich für Geschichte/ Universität Salzburg/ Lehramt "Geschichte - Sozialkunde - Politische Bildung/ "Didaktik der Politischen Bildung" (2015/ 2016, 2017)

Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche in Österreich A. und H.B. (2000 - 2011), stv. Leiter des Evangelischen Bildungswerks in Tirol (2004 - 2009, 2017 - 2019)

Kursleiter an den VHSn Zell/ See, Saalfelden und Stadt Salzburg - "Freude an Bildung" (2012-2019) und VHS Tirol "Der Wandel der Alpen" - Politische Bildung (2025)

Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Doktorat (1985), des 10. Universitätslehrganges Politische Bildung/ Universität Salzburg - Klagenfurt/ Master (2008), des 6. Universitätslehrganges Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012) - des 6. Lehrganges Interkulturelles Konfliktmanagement/ Bundesministerium für Inneres - Österreichischer Integrationsfonds/ Zertifizierung (2010), der Weiterbildungsakademie Österreich/ Diplome (2010), des 1. Lehrganges Ökumene/ Kardinal König - Akademie Wien/ Zertifizierung (2006) - der Personalentwicklung für Mitarbeiter der Universitäten Wien/ Bildungsmanagement/ Zertifizierungen (2008 - 2010) und Salzburg/ 4. Lehrgang für Hochschuldidaktik/ Zertifizierung (2015/2016) - des Online - Kurses "Digitale Werkzeuge für Erwachsenenbildner_innen"/ TU Graz - CONEDU - Werde Digital.at - Bundesministerium für Bildung/ Zertifizierung (2017), des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium - Comenius Institut Münster/ Zertifizierung (2018), des Fernstudiums Nachhaltige Entwicklung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium - Comenius Institut Münster/ Zertifizierung (2020)

Aufnahme in die Liste der Sachverständigen für den NQR/ Koordinierungsstelle für dem NQR, Wien (2016)

MAIL dichatschek (AT) ktz.net

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 20. Juni 2025