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Sammelband Erwachsenenbildung - Aspekte einer Theorie und Praxis

Reihe Erwachsenenbildung 5    

Erwachsenenbildungswissenschaft - Eine Annäherung an Wissenschaft und Forschung    

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Reihe Erwachsenenbildung 5   
Erwachsenenbildungswissenschaft - Eine Annäherung an Wissenschaft und Forschung   
Vorbemerkung   
Universität Innsbruck   
Universität Wien   
Weiterbildungsakademie Österreich   
Comenius - Institut Münster   
1 Einleitung   
1.1 Begrifflichkeit   
1.2 Historische Begrenzung   
2 Hermeneutisch - gesellschaftsbewusste Theorie und Didaktik   
2.1 Hermeneutik als Sichtweise   
2.2 Historie der Erwachsenenbildung   
Autonomie der Erwachsenenbildung   
"Politische Politik"   
Empirisch - gesellschaftsbezogene Theorie und Didaktik   
Empirie als Sichtweise   
Literaturhinweise   
Dokumentation   
Zum Autor   

Vorbemerkung    

Die Studie findet ihre weitere Thematik im Anschluss an die Didaktik des quartären Bildungsbereichs und Profession Lehrender im Kontext den Bezugswissenschaften Erziehungswissenschaft, Soziologie, Berufspädagogik/ Weiterbildung, Erwachsenenpädagogik und Digitalisierung.

Ziel ist eine Nachbereitung einer Grundausbildung von Erwachsenenbildung. Die Vielzahl der Aspekte eines Wissensbereichs, die zunehmend von Bedeutung in der europäischen "Wissensgesellschaft" sind, bilden eine pädagogische Herausforderung.

Universität Innsbruck    


Universität Wien    




Weiterbildungsakademie Österreich    







Comenius - Institut Münster    




1 Einleitung    

Es gehört zum Selbstverständnis der Erwachsenenbildung, sich in der Erwachsenenbildungswissenschaft mit den Theoriestandpunkten und den Voraussetzungen für eine gesellschaftlich humanisierende Erwachsenenbildungspraxis auseinander zu setzen (vgl. FINCKH 1977, 181; KLAFKI 1976, 48; SIEBERT 1977).

1.1 Begrifflichkeit    

Werner KINDT gab 1947 zu bedenken, dass man praktisch zu den "Erziehungsträgern" der Erwachsenenbildung alle Einrichtungen rechnen könnte, die der Formung des öffentlichen Lebens dienen wie Theater und Konzerte, Rundfunk und Film, Buchhandel und Büchereien, Volkshochschule, Berufserziehungswesen, Parteien und Vereine, Kirchen und Gewerkschaften, Fabriken und Betriebe (vgl. KINDT 1947, 95; BECKER 1956, 1189; BECKER 1971, 50 - 54).

Diese Begrifflichkeit der Interaktionen als Merkmale einer Erwachsenenbildung dienen als wesentliche Kriterien. Kennzeichnend sind in dieser Entwicklungsphase noch als Kriterien bezeichnend die Institutionen, nicht pädagogische Intentionen. GROOTHOFF sieht noch in der Begriffsbestimmung einen "Fehler", Erwachsene zu "erziehen" (vgl. GROOTHOFF 1968, 45 - 46 und 49; 76, 98).

Hans Jürgen FINCKH (2009, 7 - 8) sieht den Fehler im "System" die mangelhafte Intention, zur Erwachsenenbildung gehört ein pädagogisches Selbstverständnis. Dieses grundlegende Selbstverständnis entwickelt sich seit den Tagen ihres Widererstehens nach dem Zweiten Weltkrieg durch alle politisch - weltanschaulichen Gruppen (vgl. FLITNER 1947, 8 - 9).

Bei Erich WENIGER (1955, 415) steht im Vordergrund die Volkshochschultheorie als Träger der Erwachsenenbildung in einer Volksbildung.

Nicht zu übersehen sind jene Bildungstheorien, die eine Praxisbezogenheit gruppenspezifisch - etwa die ländliche Bevölkerung, Angestellten und Beamten sowie die lohnabhängige Industriearbeiterschaft - und die konfessionsspezifische Erwachsenenbildung betreffen (vgl. DIENST 1982, 272 - 273).

1.2 Historische Begrenzung    

Radikal kam es zu einer völligen Zerstörung des pädagogischen Bereichs im Nationalsozialismus "Kraft durch Freude" (vgl. KINDT 1947, 93; BORINSKI 1953, 11 - 14) .

Nach 1945 musste Theorie und Praxis neu für eine Gegenwartbedeutung entworfen werden (vgl. LOTZE 1947, 2). Zu erwähnen ist Werner PICHT als einer der ersten Erwachsenenbildungstheoretiker nach 1945 (vgl. PICHT 1949, 1066).

Hans TIETGENS (1979, 20 -21) stimmt mit seinen vielen Publikationen den Perspektiven der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung zu. Die "kulturkritische" Erwachsenenbildung erfordert eine neue Konzeption der Theorie einer Erwachsenenbildung. Wilhelm FLITNER stellte in diesem Zusammenhang die Frage nach einer "Persönlichkeitsbildung" (vgl. FLITNER 1947).

OLBRICH (1972, 24) ergibt die "Zeitlage" entsprechende Gesprächsthemen eine Analyse der zeitgenössischen Erwachsenenbildungstheorie (vgl. BORONSKI 1960, 580 - 581).




2 Hermeneutisch - gesellschaftsbewusste Theorie und Didaktik    

2.1 Hermeneutik als Sichtweise    

2.2 Historie der Erwachsenenbildung    

Autonomie der Erwachsenenbildung    

"Politische Politik"    

Empirisch - gesellschaftsbezogene Theorie und Didaktik    

Empirie als Sichtweise    

Literaturhinweise    

Becker H. (1956): Gedanken zur freien Erwachsenenbildung, in: Merkur 10/ 1956, 1189 - 1201

Becker H. (1971): Weiterbildung und öffentliche Verantwortung, in: Lange O .- Raapke H. - D. (Hrsg.) (1976): Weiterbildung der Erwachsenen. System und Didaktik, Bad Heilbrunn, 50 - 54

Borinski Fr. (1953): Das mit - bürgerliche Ziel der deutschen Volkshochschule, in: Volksbildung in Hessen 3/ 1953, 11 - 14

Boronski Fr. (1960): Die Erwachsenenbildung im Wandel unserer Zeit, in: Die Sammlung 15/ 1960, 577 - 585

Dienst K. (1982): Besprechung des Buches von Chr. Meier 1979 "Kirchliche Erwachsenenbildung. Ein Beitrag zu ihrer Begründung, Stuttgart - Berlin - Köln - Mainz", 272 - 273

Finckh H. - J. (1977): Ist die kritisch - konstruktive Theorie ein "unbrauchbares Ideenkonglemerat"?, in: Hendricks W. - Stübig H. (Hrsg.): Zwischen Theorie und Praxis. Marburger Kolloquium zur Didaktik, Kronberg/ Ts., 172 - 184

Flitner W. (1947): Innere Voraussetzungen des wirtschaftlichen Aufbaues, in: Freie Volksbildung 1/ 1947, 8 -9

Flitner W. (1982): Gesammelte Schriften, Bd. 1: Erwachsenenbildung, Paderborn

Finck H. - J. (2009): Erwachsenenbildungswissenschaft - Selbstverständnis und Selbstkritik, Wiesbaden

Groothoff H. H. (1968): Die Frage nach der Möglichkeit und der Aufgabe einer pädagogischen Theorie der Erwachsenenbildung, in: Ritters C. (Hrsg.): Theorien der Erwachsenenbildung, Weinheim - Berlin - Basel, 45 - 62

Groothoff H. H. (1976): Eine Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland, Paderborn

Kindt W. (1947): Standortbestimmung in der Volksbildungsarbeit, in: Freie Volksbildung 1/ 1947, 91 - 97

Klafki W. (1976): Aspekte kritisch - konstruktiver Erziehungswissenschaft. Gesammelte Beiträge zur Theorie - Praxis -Diskussion, Weinheim - Basel

Lotze H. (1947): Zwischen gestern und morgen, in: Freie Volksbildung, 1/ 1947, 2- 4

Meier Chr. (1979): Kirchliche Erwachsenenbildung. Ein Beitrag zu ihrer Begründung, Stuttgart - Berlin - Köln - Mainz

Olbrich J. (1972): Konzeption und Methodik der Erwachsenenbildung bei Eduard Weitsch, Stuttgart

Picht W. (1949): Zur Neubegründung der deutschen Volksbildung, in. Merkur 3/ 1949 11, 1062 - 1077 und 3/1949 12, 1200 - 1209

Siebert H . (1977): Begründung gegenwärtiger Erwachsenenbildung. Braunschweig

Tietgens H.(1972): Der Beitrag zur Erwachsenenbildung zur gesellschaftlichen Emanzipation, in: Erwachsenenbildung in Österreich, 23/ 1972 5, 225 - 232

Tietgens H. (1979): Einleitung in die Erwachsenenbildung, Darmstadt

Weniger E. (1955): Volksbildung im Lichte der Soziologie und Pädagogik,, in: Bücherei und Bildung, 7/ 1955, H. 12 A, 413 - 420

Weniger E. (1964): Die Eigenständigkeit der Erziehung in Theorie und Pädagogik. Probleme der akademischen Lehrerbildung, Weinheim

Werner C. A. (1959): Handbuch der Erwachsenenpädagogik, Bd. 1, Köln - Berlin

Dokumentation    

















Zum Autor    

APS - Lehramt VS - HS (D - GS - GW) - PL (D - SWZ - Bk) (1970 - 1975 - 1976); Zertifizierung zum Schüler- und Schulentwicklungsberater (1975 - 1999)

Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaften/ Universität Wien - Aus- und Weiterbildung/ Vorberufliche Bildung (1990/1991-2010/2011); Lehrerbildner/ Pädagogisches Institut des Landes Tirol/ Berufsorientierung (1990-2003); Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für die APS beim Landesschulrat für Tirol in Tirol (1994-2003); Lehrbeauftragter am Sprachförderzentrum des Stadtschulrates für Wien/ Interkulturelle Kommunikation (2012); Lehrbeauftragter am Fachbereich für Geschichte/Universität Salzburg/ Lehramt Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung - Didaktik der Politischen Bildung (2015/ 2016, 2017)

Kursleiter an den Salzburger VHSn Zell/ See, Saalfelden und Stadt Salzburg (2012 - 2019); stv. Leiter des Evangelischen Bildungswerks in Tirol (2004 - 2009, 2017 - 2019), Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche Österreich A. und H.B. (2000 - 2011)

Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Doktorat (1985); des 10. Universitätslehrganges Politische Bildung/ Universität Salzburg - Klagenfurt/ Master (2008); des 6. Universitätslehrganges Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012); der Weiterbildungsakademie Österreich/ Wien/ Diplome (2010), der Personalentwicklung für Mitarbeiter an den Universitäten Wien/ Bildungsmanagement/ Zertifizierungen (2010) und Salzburg/ 4. Interner Lehrgang für Hochschuldidaktik/ Zertifizierung (2016), des Online - Kurses "Digitale Werkzeuge für Erwachsenenbildner_innen"/ TU Graz - CONEDU - Werde Digital.at -Bundesministerium für Bildung/ Zertifizierung (2017), des Fernstudiums Erwachsenenbildung/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium - Comenius Institut Münster/ Zertifizierung (2018), des Fernstudiums Nachhaltigkeit/ Evangelische Arbeitsstelle Fernstudium - Comenius Institut Münster/ Zertifizierung (2020)

Aufnahme in die Liste der sachverständigen Personen für den Nationalen Qualifikationsrahmen/ NQR, Koordinierungsstelle für den NQR/ Wien (2016)

MAIL dichatschek (AT) kitz.net

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 14. Juli 2026