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Ökonomische Grundbildung in der Erwachsenenbildung / Anmerkungen

Gedankensplitter.

  • Einführung:
    • Mögliche Ergänzung: Als Arbeiter/ Arbeiterin, Angestellter/ Angestellte, Unternehmer/ Unternehmerin ist die Mehrheit der Bevölkerung beruflich Teil des Wirtschaftsgeschehen.
  • Einleitung:
    • Ökonomisches Bewusstsein bildet sich ...
      • im Erkennen eigener Interessen und
      • Erfahren wirtschaftlicher Zusammenhänge, Konflikte und Herrschaftsverhältnisse.
      • Mögliche Ergänzung: und in der beruflichen Teilhabe an wirtschaftlichem Geschehen bzw. Organisationen.
  • zu "Lernziel 3 Geld - Währung"
    • Ab 2009 gewinnen, mit der Erfindung von Bitcoin, Cryptowährungen an Bedeutung, ein Form von Buchgeld, das durch Verschlüsselungsalgorithmen gesichert ist, und keiner staatlichen Absicherung bedarf, und in Konkurrenz zu staatlichen Währungen tritt. Der Ausgang dieser Entwicklung ist offen.
Meta-Gedanken?

  • In allgemeinen Schulbildung gibt es ein Defizit an Wirtschaftsbildung, der durch den wirtschaftsfernen Lebenswege der Lehrerschaft verursacht wird, die von der Schule an die Universität und wieder in die Schule führen, und in denen Wirtschaft nie von innen erfahren wird.
  • Analytisch ist zwischen Wirtschaft als Prozess, z. B. von Produktion - Handel - Verkauf - Dienstleistungen, und des Einflusses der Motivation des Eigentümers zu unterscheiden.
    • Wirtschaft ist zwar vorwiegend, aber nicht notwendig Privat-Wirtschaft?.
    • Es gibt Wirtschaftsunternehmen im Eigentum der öffentlichen Hand, und
    • es gibt Wirtschaftsunternehmen in gemeinnützigem Eigentum ohne Gewinnorientierung.
  • Eine Grundfrage ist: Stimmt "Der Markt regelt sich am Besten ohne staatliche Einmischung" oder "Der Staat muss ein waches Auge haben und dort, wo der Markt nicht funktioniert, regelnd eingreifen" ?
  • Das Konzept des "Homo Oeconomikus" ist nicht unproblematisch, vor allem wenn es unkritisch anderen "ideologischen" Menschenbildern als "unideologisch" entgegengesetzt wird. Es setzt nämlich eine materiell-egoistische Geisteshaltung als selbstverständlich voraus. Und idealisiert damit eine Haltung, in das gierige und unbefriedigbare Streben nach mehr Besitz zur Normalität erhoben wird.
    • Die Gesellschaft benötigt jedoch, auch im Kontext der politischen Bildung, Menschen die ein Verständnis für das Ganze der Gesellschaft und des Staates haben. Ohne diesen Blick auf das Wohl des Ganzen, ist der Staat und die Demokratie immer bedroht zu zerfallen.
    • Es braucht also ein Menschenbild mit einem Menschen, der zwar nach Wohlstand und materieller Sicherheit strebt, der aber - wenn diese Ziel erreicht ist - auch damit zufrieden sein kann, und seinem Leben eine höheren Sinn jenseits des Materiellen gibt, der sich auch dafür einsetzt, dass es Anderen und der Allgemeinheit gut geht, dass Gemeinschaft wächst, dass Gemeingüter gedeihen, z.B. auch die Natur und das Klima für kommende Generationen bewahrt wird, oder dass er mit kreativem Schaffen die Kultur bereichert. Mit all dem hat der Homo oeconomikus "nichts am Hut".
 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am October 20, 2024